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Posts Tagged ‘Blödmann’

K.K war schon vor seinem Tod ein Blödmann.

Das dieser Umstand mit seinem Ableben nicht enden würde, damit hatte niemand gerechnet. Es begann mit seiner Beisetzung und fand selbst bei der Testamentseröffnung kein Ende. Es führte nur dazu, dass sich die zahlreiche Verwandtschaft aufs Schärfste verfeindet, bis zu Enkeln, Urenkeln und Verwandtschaft zweiten und dritten Grades. Mir, als seinem Notar, blieb nichts anderes übrig, als das Testament zu verkünden und tatenlos zuzusehen, wie sich die Familie geradezu zerfleischte.

Tatsächlich hatte ich mich geweigert das Testament zu verfassen, aber K.K. bot mir eine außergewöhnlich hohe Summe und meine damalige finanzielle Situation nötigte mich, das Honorar nicht abzulehnen.

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K.K war schon vor seinem Tod ein Blödmann.

Das dieser Umstand mit seinem Ableben nicht enden würde, damit hatte niemand gerechnet. Es begann mit seiner Beisetzung und fand selbst bei der Testamentseröffnung kein Ende. Es führte nur dazu, dass sich die zahlreiche Verwandtschaft aufs Schärfste verfeindet, bis zu Enkeln, Urenkeln und Verwandtschaft zweiten und dritten Grades. Mir, als seinem Notar, blieb nichts anderes übrig, als das Testament zu verkünden und tatenlos zuzusehen, wie sich die Familie geradezu zerfleischte.

Tatsächlich hatte ich mich geweigert das Testament zu verfassen, aber K.K. Bot mir eine außergewöhnlich hohe Summe und meine damalige finanzielle Situation nötigte mich, das Honorar nicht abzulehnen.

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Diese Ferien zu buchen, war ein Fehler! Was hatte ich mir nur dabei gedacht. Rucksack-Urlaub in Rumänien. Wandern von Schloss zu Schloss, auf den Spuren von Graf Dracula.

Ich kannte mich mit den Schlössern besser aus, als unser Reiseleiter. Er war eine absolute Niete. Ich sage, war, weil er tot ist. Wer lesen kann ist klar im Vorteil, sag ich immer, und das konnte der nicht. Wie sonst ist es zu erklären, dass ich in dieser Kerkerzelle sitze und der Rest der Reisegruppe bei Graf Dracula auf dem Teller gelandet ist?

Ich sagte dem Blödmann, diese Burg sollten wir auf keinen Fall betreten. In meinem Reiseführer stand: Gefährliche Ruine! Nicht sicher! Bitte nicht betreten! Ich las es ihm vor. Laut und deutlich.

Er lachte nur und ging einfach los. Er war gerade um die nächste Ecke verschwunden, als ich seine Hilfeschreie hörte. Ich hätte ihm nicht helfen sollen wollen. Denn als ich um die Ecke stürmte, um dem Rindvieh zu helfen, fiel ich Graf Dracula in die schönen Hände. Das habe ich jetzt davon. Er hat mich bis zum Schluss aufgehoben. Na wenigstens werde ich von einem sehr gutaussehenden Mann um die Ecke gebracht. Ich sollte dankbar sein, denn so ein Exemplar habe ich in meinem echten Leben noch nie gesehen.

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„Und was soll das sein?“

Ich schüttelte den Kopf. Allein der abwertende Ton in seiner Stimme machte mich wütend. Immer musste Marty alles in Frage stellen und herabsetzen.

„Das ist ein Glücksdrache“, sagte ich gereizt.

„Glückskeks wohl eher“, lachte er.

Ich versuchte meine Wut zu bezähmen. Blödmann, dachte ich, ich wünschte, der Drache würde dich in den Hintern beißen. Dabei legte ich dem Glücksdrachen die Hand auf den Kopf.

„Aua!“, Marty schrie schmerzerfüllt auf und rieb sich den Hintern, „verdammt, mich hat was gebissen!“

Ich grinste in mich hinein. Hinter Marty stand der Glücksdrache und hielt ein Stück seiner Hose zwischen den Zähnen. Ich hatte von der Legende gehört, dass man einen Drachen durch intensive Gedanken zum Leben erwecken kann. Dass es tatsächlich klappte, überraschte mich selbst.

„Echt? Komisch hier ist gar nichts“, ich tat so, als sähe ich mich suchend um. Ich wusste, dass nur der den Drachen sehen kann, der ihn erweckt hat.

„Doch! Hier muss was sein. In meiner Hose fehlt sogar ein Stück.“

Ich zuckte mit den Schultern.

„Du kannst ja weiter suchen. Ich geh heim.“

Marty sah mir verdutzt nach. Hätte er gewusst, dass mir ein leibhaftiger Glücksdrache folgte, er wäre in Ohnmacht gefallen.

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