Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Begräbnis’

Mein Herz ist schwer. Den ganzen Nachmittag bin ich umhergewandert, ohne zu einem Entschluss zu kommen. Nun sehe ich vor mir im Westen die Sonne hinter den Hügeln untergehen. Sie vergeht in den schönsten Farben. Zelebriert ihren Tod mit Glanz und Würde, während die Dämmerung heraufzieht und die samtene Nacht sich ihren Platz am Himmel erobert. Mit ihr die Sterne.

Es ist nur noch ein kleiner Schritt. Die Landschaft in sanftes Sepia getaucht, wird sich erst zu einem kühlen Blau wandeln, bevor sie immer dunkler werdend, nur noch aus sanft umrissenen Formen besteht.  Erst mit dem Erröten von Eos zarten Wangen wird sie wieder zu ihrer wahren Bestimmung zurückkehren.

Todeskampf, Begräbnis, Auferstehung, Leben und Todeskampf. Jeden Tag aufs Neue zeigt uns dieses Wunder der Natur, wie vergänglich wir sind, klein und unbedeutend. Gleichzeitig eine Metapher auf das Leben selbst. Wie dunkel die Nacht auch sein mag, es beginnt immer wieder ein neuer Morgen. Deswegen muss ich meinen Weg gehen, auch wenn mir das Herz bricht. So wandere ich in der Abenddämmerung heimwärts, um meinem Schicksal zu folgen.

Schicksal

Tage wie Tropfen

Gefallen ohne Bedeutung

Gelebt ohne Sinn

Denn du bist nicht hier

 

Tage, die leise vergehen

Schwebende Blätter im Herbst

Verschieden und doch immer gleich

Im Strom der Zeit

Versandet die Erinnerung

 

Das Bild von dir ist so klar, wie damals

Als wir uns zum erste Mal begegneten

Ich sah in deine Augen und wusste

Du bist mein Schicksal

 

Die Zeit heilt viele Wunden

Aber das gebrochene Herz blutet immer noch

Jeder Traum ist erfüllt

Von dir und deiner Zärtlichkeit

 

Du legst deinen Atem in meinen Mund

Und ich beginne zu leben

Leg deine Hand auf mein Herz

Und heile meine Wunden

Denn die Sehnsucht wird nie vergehen

 

Die Texte entstanden nach dem Bild von Caspar David Friedrich, Wanderer über dem Nebelmeer.

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: