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Posts Tagged ‘Autor’

…höre ich in den letzten Tagen (inzwischen Wochen) immer wieder. Und doch quäle ich mich. Klar, solche Krisen habe ich schon öfter erlebt. Bis jetzt kam irgendwann der Punkt an dem es weiterging und ich mich wieder an meine Texte gesetzt habe. Dennoch ist es diesmal beinah substanziell.

Ich habe im letzten Jahr, Anfang des Jahres, ein Buch geschrieben, korrigiert und es wurde veröffentlicht. Dann habe ich den Rest des Jahres mit dem Schreiben meines Fantasyromans verbracht. Knapp 800 Seiten. Ich habe jeden Tag geschrieben, vor der Arbeit, eineinhalb Stunden, nach der Arbeit, nachmittags oder abends, neben Hausarbeit, Familie, zweitem Job… Ich bin froh, dass ich es geschafft habe und stolz auf das Ergebnis, aber es hat von mir gezehrt.

Die Ideen für den folgenden Roman sind da – aber leider kann ich nicht einfach weiter schreiben. Ich muss mich an die Korrektur setzen. Und neben allem habe ich das Gefühl die Zeit läuft mir davon. Ich bin hin- und hergerissen von der Einsamkeit des Schreibens, das ich im letzten Jahr erlebt habe, davon meinen anderen Interessen nicht nachgegangen zu sein, darauf zu warten, dass mein letzter Roman aus dem Lektorat zurückkommt und bis heute noch nicht da ist, meine sozialen Kontakte vernachlässigt zu haben …

Ich suche nach einer neuen Perspektive, einem Restart. Wie kann ich mich (noch) besser organisieren? Muss ich um ein gelesener Autor zu sein, alles opfern? Wie kann ich erfolgreich schreiben und trotzdem leben?

Wenn ich morgen sterbe würde, was bliebe? Habe ich dann als letzten Gedanken „ich habe meinen Roman nicht zu Ende geschrieben“ oder „ich habe gelebt“?

Seit ich mit dem Schreiben angefangen habe, liebe ich es und ich tue es immer noch. Gerade ist der Spaß etwas auf der Strecke geblieben. Es ist einzig zielorientiert. Mir fehlt die Leichtigkeit und das Spielerische. Das Schreiben um des Schreibens will und nicht um des Ergebnisses willen. Schreiben ist meine Leidenschaft und es ist eine eifersüchtige Geliebte. Und trotz meiner Liebe zum Schreiben ist das, was mehr zählt, meine Familie und das Leben an sich.

Vergange Liebe ist bloß Erinnerung. Zukünftige Liebe ist ein Traum und ein Wunsch. Nur in der Gegenwart, im Hier und Jetzt, können wir wirklich leben.                                                                           

Buddha

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Jeah! Zwei Karten von 30 für eine Lesung von Ted Williams, Fantasy – und Bestsellerautor aus Kanada, erhascht(!!!). Ted Williams, Klett Cotta Verlag

Die Lesung findet in der Buchhandlung Schutt, Arnsburgerstraße 76, Frankfurt statt. Eine besonders „urige“ Buchhandlung mit Antiquariat. Genauso stellt man sich Buchhandlungen in Romanen vor. Ich war schon einmal zu einem Wochenend-Schreibkurs von der VHS-Frankfurt dort und war begeistert. Allein das Antiquariat ist eine Schreibanregung für eine Geschichte.

Ich bin schon sehr gespannt, auf den Autor und die Geschichte. Wann hat man schon die Gelegenheit einen international bekannten Schriftsteller so hautnah zu erleben? Also nochmal: jeah!!!

 

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Sonntag, 12.07.2015

Ein herrlicher Morgen, den ich eigentlich in meinem Lieblingscafé verbringen wollte – mich mal wieder ein bisschen wie Hemingway fühlen. Stattdessen sitze ich auf dem Balkon, was gewiss seinen Reiz hat, bei diesem fantastischen Wetter, mit Kaffee, Büchern und Laptop und pflege meine Erkältung. Eingemummelt, mit laufender Nase und einem Kopf voll Watte.

Dabei hatte ich viel vor. Zwei Texte für Ausschreibungen „erledigen“, eine Charakterstudie erstellen – von einem zugegeben sehr skurrilen Herrn, dem ich bei einer bekannten Supermarktkette begegnete. Solche Gelegenheiten darf sich ein Autor nicht entgehen lassen.

Außerdem wollte ich einen eloquenten, vor Witz sprühenden Text über „das liederliche Leben eines Schriftstellers“ verfassen – im Café wäre das ein Leichtes gewesen – aber mit triefender Nase, gläsernen Augen und im Schlabberlook stellt dies eine schier nicht zu bewältigenden Aufgabe dar.

Dafür singt Marvin Gay „Hey, what`s going on“ – das wüsste ich auch zu gerne.

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Ab heute gibt es die neue und erste Ausgabe der Literaturzeitschrift – Die Schreibmaschine – für die ich zwei Artikel geschrieben habe. Sie wird vom Charles Verlag herausgegeben und ist als Print-Ausgabe oder PDF – Download zu erwerben.  http://www.charlesverlag.de/schreibmaschine.html

Meine Beiträge sind ein Interview mit Eva Lirot einer Autorin aus Limburg, die sich dem Krimi-Genre verschrieben hat und die ich anlässlich einer Lesung kennenlernte. Außerdem einen Artikel über das Buchkontor Bad Nauheim – Buchhandlung mit Geschichte(n). Es war toll mit diesen interessanten Menschen zu tun zu haben und von ihnen etwas über ihr Schreiben, ihre Bücher und ihre Geschichte zu erfahren.

In den nächsten Ausgaben wird es ein Interview mit meiner Verlegerin Nicola Heubach vom blue panther books-Verlag geben, http://www.blue-panther-books.de/. Es sind weitere Autoreninterviews geplant 🙂 ! Ich bin schon sehr gespannt meine eigene Ausgabe in Händen zu halten.

 

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Ich wähle Sams Nummer. Das Freizeichen ist zu hören, hastig lege ich auf. Ich sollte Sam nicht anrufen. Es ist schon spät. Ich habe es mir mit einem Buch und einem Glas Wein im Bett gemütlich gemacht. Gerry ist mal wieder unterwegs, Tagung. Ich seufze und lege das Handy auf den Nachttisch. Ich würde so gerne mit Sam reden. Ich liebe seine Stimme. Wenn er mir Komplimente macht fühle ich mich gut, ein Gefühl, das ich in der letzten Zeit selten habe. Sam ist der Einzige, der sich wirklich für mich interessiert. Ich schlage mein Buch auf. Lese die ersten Zeilen. Es geht mir wie Roger Cicero, ich höre was du sagst, verstehe aber nicht was du meinst. Das Klingeln des Telefons schreckt mich auf. Auf dem Display steht: Sam. Ich nehme das Gespräch an.

Lea: „Hallo Sam, wie geht’s dir?“

Sam: „Das Display hat deine Nummer gezeigt. Du kannst wohl nicht genug von mir bekommen?“

In Sams Stimme höre ich leisen Spott. Wenn er wüsste, wie recht er hat. Was dann?

Lea: „Wenn du das sagst.“

Ich höre Sams samtiges Lachen am anderen Ende des Telefons.

Sam: „Würdest du mich sonst anrufen?“

Lea: „Das weißt du genau. Du triffst den ganzen Tag aufregende Leute, während ich in meinem stillen Kämmerlein vor Einsamkeit eingehe.“

Ich hasse es zu jammern, aber leider stimmt es. Während ich allein hinter meinem Schreibtisch sitze und mir die richtigen Sätze abringe, trifft Sam seine Schauspielkollegen, geht zu Premieren und Galas. Ein Drehbuch-Schrägstrich-Romanschreiber hat einen einsamen Job. Er steht im Allgemeinen nicht im Rampenlicht.

Sam: „Leider habe ich heute noch keine Frau getroffen, die so schön und smart ist wie du.“

Immer wenn Sam solche Dinge sagt, schlägt mein Herz schneller.

Lea: „Danke für das nette Kompliment. – Möchtest du denn, dass ich genug von dir habe?“
Bitte Sam sag nicht ja.

Sam: „Ich hoffe nicht, dass es jemals dazu kommt. Ich werde deiner niemals müde. Zumindest hoffe ich das nicht. Ich würde dir gerne so viel sagen, aber du möchtest es ja nicht hören.“

Ach Sam, wenn ich dir sagen dürfte, was ich fühle. Jedes zärtliche Wort von dir ist eine Narbe auf meiner Seele.

Lea: „Ich weiß. Möchtest du, dass wir nicht mehr telefonieren?“

Bitte Sam sag nicht ja.

Sam: „Willst du das denn?“

Nein. Ich will etwas ganz anderes und du willst es auch, du hast es mehr als einmal angedeutet. Deswegen muss ich einsichtig sein.

Lea: „Ich mag dich.“

Sam: „Das ist keine Antwort auf meine Frage.“

Lea: „Es wäre schade, wenn wir nicht mehr telefonieren. Ich mag unsere Gespräche, mehr als alles andere. Aber ich möchte nicht der Grund sein, weswegen du dich schlecht fühlst.“

Sam: „Ich freue mich immer von dir zu hören. Auch wenn es vielleicht verrückt ist.“

Lea: „Ich freu mich auch von dir zu hören. Wenn man sich sympathisch ist, möchte man wissen, wie es dem anderen geht.“

Seit wann bin ich ein Heuchler? Weißt du nicht, dass ich dich liebe Sam, auch wenn ich versuche dich auf Distanz zu halten.

Sam: „Ich weiß nicht, was ich will. Du verstehst, wie ich das meine?“

Lea: „Ja. Mir geht’s genauso.“

Wenn ich vernünftig wäre, würde ich den Kontakt zu Sam meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Aber ich bin nicht vernünftig. Ich brauche Sams Nähe.

Sam: „Ich denke zu viel an dich. Mehr als ich sollte.“

Und ich erst. Ich kann kaum einen klaren Gedanken fassen. Ich träume sogar von ihm. Wenn Gerry das wüsste, säße ich auf der Straße.

Lea: „Ich denke auch an dich. – Wollen wir nicht mehr telefonieren? Oder soll ich darauf warten, bis du Lust hast mich anzurufen.“

Sam: „Ist es das, was du willst?“

Glaubst du das wirklich Sam oder willst du mich nur aus der Reserve locken?

Lea: „Nein. Ich will mit dir reden, wenn ich Lust dazu habe. Ich brauche die Gespräche mit dir. Aber ich kann das nicht entscheiden. Wenn du dich dabei nicht gut fühlst – was soll ich sagen?“

Wenn ich nicht mehr mit Sam sprechen kann, sterbe ich.

Sam: „Ich will wissen, was du fühlst. Meine Gefühle kennst du.“

Du hast es mir gesagt und mir geht es genauso. Himmel, Sam. Ich denke, du weiß es längst.

Lea: „Ich darf dir nicht sagen, was ich fühle. Sonst mach ich es noch schlimmer. Aber ich kenne solche Gefühle nur zu gut.“

Sam: „Warst du mal hoffnungslos verliebt in jemand?“

Lea: „Ja sehr. Eine aussichtslose Sache … ist ungefähr 9 Jahre her. Es ist immer schwierig, Gefühle lassen sich nicht einfach abstellen.“

Aber die Sache mit Sam ist noch aussichtsloser. Und meine Gefühle für Sam machen mich langsam fertig. Ich kann an nichts anderes denken.

Sam: „Du hast recht. Ich kann meine Gefühle für dich auch nicht unterdrücken.“

Mein Herz macht einen Satz vor Glück, aber ich muss endlich das Thema wechseln, sonst sage ich Sam Dinge, die ich nicht sagen darf.

Lea: „Ich renoviere gerade das leere Zimmer – endlich bekomme ich mein eigenes Schreibzimmer.“

Sam: „Ich freue mich für dich.“

Lea: „Danke. Ende der Woche gibt`s das neue Buch. Am Samstag bin ich zu einer Lesung eingeladen. Ich habe schon Lampenfieber.“

Und ich wünschte, du wärst da und würdest mir zu hören. Ich habe es für dich geschrieben.

Sam: „Das musst du nicht. Du kriegst das hin.“

Du bist der einzige, der an mich glaubt. Gerry hält mein Schreiben für eine Möglichkeit meine Zeit totzuschlagen.

Lea: „Danke – ich denke immer, ich bin nicht gut genug… aber das denken wohl alle Künstler.“

Sam: „Du bist gut genug, glaub mir.“

Lea: „Danke. Es bedeutet mir viel, dass du das von mir denkst.“

Wenn du wüsstest wie viel es mir bedeutet, würdest du dich wundern.

Sam: „Du weißt, dass ich deine Arbeit schätze. Du bist die perfekte Frau für mich.“

Stimmt, das bin ich und du bist perfekt für mich. Leider habe ich Gerry vor dir getroffen und du warst auch vergeben. Wie bist du nur an Charlotte gekommen? Das werde ich nie verstehen. Vermutlich verstehst du auch nicht, wie ich an Gerry hängen bleiben konnte. Ich weiß es auch nicht mehr.

Lea: „Sag das nicht. Ich bin manchmal ein bisschen verrückt, da kommt die Künstlerseele in mir durch.“

Bilde ich mir jedenfalls ein.

Sam: „Das gefällt mir. Normal kann jeder.“

Lea: „Wirklich? Eine Frau, die dauernd irgendwelche Zettel vollschreibt und in Gedanken in anderen Welten schwebt?“

Sam: „Nur zu gerne. Wenn du mich daran teilhaben lässt.“

Du hast daran teil, aber du weißt es nicht. Meine wunderbare Muse.

Lea: „Das Buch heißt übrigens „Der Fluch der Seraphen“.“

Sam: „Schöner Titel.“

Wenn du es lesen würdest wüsstest du, dass du es bist, der meine Hauptfigur Serafine bezaubert.

Lea: „Eine Liebesgeschichte mit Fantasyelementen .“

Sam: „Fantasy ist gut.“

Lea: „Aus dem Buch lese ich am Wochenende.“

Sam: „Ich würde gerne kommen und dir zuhören.“

Das wäre so toll!

Lea: „Es wäre schön dich zu sehen.“

Und wie!

Sam: „Du solltest eine Liebesgeschichte nur für mich schreiben.“

Das tue ich, seit ich dich kenne. Aber diesmal würdest du genau wissen, dass du es bist, der mich inspiriert. Ich habe sogar einen Teil deines Namens verwendet.

Lea: „Es wäre leicht für mich eine Liebesgeschichte nur für dich zu schreiben und dir den Kopf zu verdrehen.“

In meinen Tagträumen habe ich tausende Liebesgeschichten mit dir erlebt.

Sam: „Das gefällt mir. Du bist. – Was soll ich sagen?“

Lea: „Nett?“

Sam: „Ein zu kleines Wort für das, was ich für dich empfinde, denkst du nicht?“

Oh Gott Sam, ich liebe dich.

Lea: „Ach Sam. Ich wünschte, ich könnte dir mehr sagen. Aber ich darf nicht.“

Es klingelt. Das kann unmöglich Gerry sein, der ist heute erst zu seiner Tagung gefahren.

Lea: „Tut mir leid Sam, ich muss Schluss machen, es hat geklingelt.“

Sam: „Ok meine Süße, bis dann.“

Lea: „Du bist lieb Sam. Bis bald.“

Ich lege auf, schäle mich aus meiner Zudecke und gehe zur Tür. Vorsichtig öffne ich.

„Sam!?“, flüstere ich, „wo kommst du her?“

Er lächelt sein umwerfendes Lächeln und mein Herz flattert nervös hin und her.

„Rate.“

„Von Dreharbeiten?“

Sam geht an mir vorbei. Ich schließe die Tür und folge ihm ins Wohnzimmer.

„Nicht ganz, aber nah dran.“

„Du dürftest nicht hier sein.“

So sehr ich das auch will.

„Wieso nicht? Gerry ist bei einer Tagung und Charlotte ist mal wieder auf Wellness“, Sam dreht sich zu mir um, „wir beide sind übrig geblieben.“

Sam lässt seinen Blick an mir herunter gleiten. Eine Hitzewelle strömt durch meinen Bauch, zieht sich meinen Rücken hinauf und lässt meine Wangen glühen. Mir wird plötzlich bewusst, dass ich nur in Pyjamahose und Shirt da stehe.

„Tut mir leid, dass ich nicht landfein bin.“

Sam grinst. Sein interessierter Blick bleibt auf meinem Busen haften. Nippelalarm. Ich schlage die Arme übereinander.

„Das ist mir gar nicht aufgefallen. Meinetwegen musst du dieses ausgebeulte Etwas nicht tragen.“

Tausend Gedanken gehen mir durch den Kopf. Ich bringe kein Wort heraus. Sams Gegenwart wirkt paralysierend auf mich. Ich kann seiner Ausstrahlung nicht widerstehen. Ich bin auch nicht sicher, dass ich das will. Wenn er mich so anschaut, tanzen meine Hormone Samba und das liegt nicht nur daran, dass Gerry mich seit Wochen nicht mehr angefasst hat. Ich bin beinahe dankbar dafür. Der Gedanke er würde es tun, lässt mir einen kalten Schauer über den Rücken rinnen.

„Du sagst ja gar nichts. Heute keine schlagfertige Antwort parat?“

Ich schüttele den Kopf.

„Warum bist du hier?“

„Das weißt du doch.“ Sam macht einen Schritt auf mich zu. „Ich will mir meine Liebesgeschichte abholen.“

Er lässt seine Fingerspitzen über meine Wange gleiten.

„So schnell kann ich dir keine Geschichte schreiben. Ein paar Stunden dauert das schon.“

„Das musst du nicht. Ich hole mir die Geschichte, die du fertig geschrieben hast.“

Fragend ziehe ich eine Augenbraue hoch.

„Wie meinst du das?“

Sam lächelt und beugt sich zu mir herunter. Das Funkeln seiner grünen Augen bohrt sich in meine. Seine Lippen gleiten über meine Wangen. Ich schließe die Augen. Mein Verstand sagt mir, ich sollte die Situation sofort beenden, aber ich kann nicht. Alles was ich will ist, dass Sam mich küsst.

„Ich habe dein neues Buch schon gelesen“, flüstert er mir ins Ohr.

„Wie?“

„Ich habe meine Kontakte.“

„Und?“

„Das sind wir beide, in deiner Geschichte“, Sams Lippen berühren meinen Mundwinkel, „habe ich recht?“

„Ja“, hauche ich.

Sams Mund gleitet auf meine Lippen. Seine Hände legen sich auf meine Hüften, ziehen mich dich an sich heran. Ich schmiege mich eng an ihn. Gegen Sam bin ich klein. Mein Kopf lehnt an seiner Brust. Ich kann seinen Herzschlag hören. Seine Wärme fließt in mich hinein. Sam legt seine gepflegte Hand unter mein Kinn und hebt mein Gesicht zu sich empor. Oh meine Gott, es ist so viel besser, als ich es mir je erdacht habe.

„Ich will dich Lea. Und ich weiß, du willst mich genauso. Ist es nicht so?“

Er fragt mich, um eine Antwort von mir zu bekommen, aber in seinem Blick ist keine Frage. Sam weiß, dass ich ihn will. Mein Körper verrät mich. Ich nicke nur leicht. Sam küsst mich so intensiv, dass mir schwindelig wird. Als er den Kopf hebt, schlage ich die Augen auf.

„Ich nehme mir, was mir gehört. Egal welche Konsequenzen das hat. Ich kann nicht mehr ohne dich sein. Ich brauche dich. Deine Stimme, dein Lachen, deinen Körper“, Sam küsst meinen Hals, während sich seine Hand unter meine Shirt schiebt, „und deine Verrücktheiten. Du gehörst mir und zu mir! Ich werde dich lieben, bis du es nicht mehr aushalten kannst.“

„Vielleicht vertrage ich mehr, als du denkst.“

Sam lächelt.

„Davon bin ich überzeugt.“

Mit Schwung hebt er mich hoch und trägt mich ins Schlafzimmer.

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Nachdem ich mich einige Tage durchs Internet wühlte, um zu sehen welche Möglichkeiten der Fortbildung es in Bezug auf das Schreiben gibt, und ich damit Freunden und Familie ziemlich auf die Nerven gefallen bin, möchte ich euch etwas an meinen Forschungen teilhaben lassen. (Auf Anraten einer Freundin, die meinte, wenn du dir schon die Arbeit machst, kannst du es auch weitergeben. Recht hat sie!)

Mir ist klar: Schreiben lernt man durch schreiben!

Aber vielleicht geht es einigen von euch wie mir. Du schreibst schon längere Zeit und hast wirklich Spaß daran. Gute Ideen zu Hauff und willst ein Buch schreiben(oder bist gerade dabei). Die Frage steht im Raum: wird es reichen? Spannung, Figuren, Konflikte, Prämisse, Plot, Erzählstränge, Anfang und Ende? (Ich schmeiße die Begriffe einfach mal wahllos dahin – ihr wisst, was ich meine.)

Mit „wird-es-reichen“ meine ich nicht, nur eine Geschichte fertig zu schreiben. Ich bin sicher du (und ich) kannst das! Mit „wird-es-reichen“ meine ich, eine Geschichte zu schreiben, die einen Verlag und von dort zum Leser findet.
Gründe sich der Kunst des Schreibens anzunehmen gibt es viele. Mögen sie am Anfang nach innen gerichtet sein, kommt irgendwann der Punkt, an dem wir uns anderen mitteilen wollen. Zuerst sind das meistens die Familie, Freunde, eine wohlwollende Schreibgruppe.

Mit der VHS (hier sei insbesondere die Frankfurter VHS erwähnt, da selbst getestet), Kulturprojekten (Schreibkurs bei Jannis Plastargias im Blauen Haus, Niederräder Ufer, Frankfurt, war sehr anregend) und privaten Initiativen(meine eigene *ggg* SchreibraumEigenSinn) habe ich gute Erfahrungen gemacht.

Das Ausprobieren im geschützten Raum ist wichtig und gut! Es hilft uns Mut zu fassen, mit dem, was uns wichtig ist, nach Außen zu gehen, erste Erfahrungen zu sammeln und zu sehen wo Stärken und Schwächen liegen, welche Themen uns besonders am Herzen liegen.

Doch die meisten von uns haben die Erfahrung gemacht, so sehr wir uns auch einreden „nur-aus-Spaß“ zu schreiben, dass daraus zu einem bestimmten Zeitpunkt Ernst wird. Wir wollen unsere Worte nicht nur auf unserem PC/Blatt sehen, sondern gedruckt in einem Buch, auf dem unser Name steht.

Ein Schriftsteller sollte Spaß am Schreiben haben(!!!), aber wer einmal ein Buch, mit seinem Namen darauf und seinen Worten darin, in den Händen hatte, weiß, was für ein wahnsinnig euphorisierendes Gefühl das ist.

Jeder, der sich mit einer Buchveröffentlichung beschäftigt, weiß wie heiß umkämpft der Buchmarkt ist. Ein Manuskript bei einem Verlag unterzubringen ist schwieriger als im Lotto zu gewinnen und sagt noch nichts über die Qualität des Textes aus. Bücher sind, wie Kunst im Allgemeinen, Geschmacksache.

Es stellt sich also für jeden Schreiber irgendwann die Frage: Was fehlt mir (noch), um meine Texte so fit zu machen, dass der Lektor eines Verlages mich unbedingt haben will!?

(In meiner Fantasie spielt sich das etwa so ab: Mitten in der Nacht ruft mich der Lektor einer der größten Fantasy-Verlage an und fragt panisch:
„Sie haben hoffentlich noch keine Angebote von einem anderen Verlag? Mein Boss will sie! Unbedingt. Egal, was es kostet. Außerdem haben wir schon eine Filmfirma, die ihren Stoff verfilmen will.“
Ja, schon gut. Ich werde doch noch träumen dürfen! Kommentar meiner Tochter: Mama, das ist kein Traum, das ist ein Ziel! 🙂 )

Zurück zum Thema Fortbildung. Fernstudieninstitute, die Schreibkurse im Programm haben, sind breit gestreut. Z.B.: ils, sgd, Fernakademie f. Erwachsenenbildung, Hamburger Akademie für Fernstudien, Laudius, um nur einige zu nennen. Dort kann man sich Kataloge mit den Programmen schicken lassen oder sie als PDF-Dateien herunter laden. Die Dauer der Kurse und die Preise sind bei den bekanntesten Instituten in etwa identisch. Der günstigste Anbieter ist Laudius. Woran das liegt, kann ich leider nicht sagen, würde aber empfehlen, vor der Wahl des Instituts die Modalitäten: Preise, Kursdauer, Inhalte, Zusatzleistungen(für manche Kurse gibt es Lektoratsleistungen), Studienmaterial, genau zu prüfen. Beim Institut „Schule des Schreibens“ gibt es einen kostenlosen Lektoratsdienst, wenn man einen Kurs bucht, der Qualität und Marktreife prüft. Die Frage ist: Was brauche ich, was will ich und wo will ich hin?

http://www.bundesakademie.de/
Die Bundesakamdie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel möchte ich euch ebenfalls vorstellen, obwohl es dort nur Präsenzkurse gibt. Aber die Auswahl der Schreibkursthemen ist sehr vielseitig, preislich vernünftig, besonders wenn man die Leistungen bedenkt(!) und es kann sich sehr positiv auswirken einen Tapetenwechsel zu haben und Gleichgesinnte kennenzulernen. Schaut euch einfach mal auf der Seite um.

Bei meinen Forschungen bin ich auch auf einige Online-Kursinstitute gestoßen, die mir von Aufbau und Inhalt besonders zusagten. Einer davon wäre:
http://www.akademie-modernes-schreiben.de/
Es gibt Grundlagen-, Aufbau- und Fortschrittskurse. Außerdem eine Romanakademie, von der Idee zur Fertigstellung plus Lektorat für 250 Romanseiten. Was mir auf dieser Seite gefällt ist, dass es Genre-Kurse gibt(hat man einen Kurs absolviert und möchte einen weiteren belegen, wird der zweite Kurs günstiger!). Dazu Exposé-, Manuskriptcheck und Lektoratsleistungen verschiedener Preisklassen. Die Akademie Modernes Schreiben ist eines der größeren Institute. Informationen über die Kursleiter sind auf der Seite zu finden.

http://www.online-autorenkurse.de/
Der Autorenkurs geht über ein Jahr. (Zwei Mal im Jahr startet ein neuer Kurs.)Schaut euch das Programm an. Die Betreuung von Lea Korte scheint sehr persönlich zu sein, was sehr angenehm sein kann, wenn die Chemie zwischen Kursleiter und Schüler stimmt. Das gilt auch für die nächste Seite.
http://www.kreatives-schreiben.net/
Rainer Wekwerth bietet ein breites Spektrum von Kursen an, von Grundkurs bis Profikurs. Figuren entwickeln, Exposé, Manuskript, Coaching usw. Der Kontakt zum Kursleiter ist telefonisch möglich und bietet die Chance sich beraten zu lassen, welcher Kurs der „Richtige“ ist.

Für Drehbuchschreiber:
http://www.masterschool.de/drehbuch-schreiben
Reine Drehbuchkurse. Präsenz und Online.
http://www.skript-akademie.de/
Interessante Seite! Ein Kurs: Autor/Lektor/Dramaturg und einer: Drehbuch/Roman und besondere Themen, wie serielles Schreiben. Stöbert und falls ihr Fragen habt: anrufen und Leute löchern.

Extras(Exposé, Manuskriptchechs, Lektoratsleistungen, Foren, Schreibtipps per Newsletter usw.) bieten die meisten Online-Kursinstitute an. Bitte vorher genau über Preise informieren, auch was Kursdauer, Inhalte usw. betrifft. Hier gilt: sucht das persönliche Gespräch. Die meisten Kursleiter und Institute (egal ob Online oder Fernakademien) kann man telefonisch erreichen und alle offenen Fragen zum Programm stellen.

Anmerkung:
Ich konnte nur eine kleine persönliche Auswahl treffen. Es gibt sicher noch viele weitere gute Angebote. Ich habe die Auswahl aufgrund meiner Überlegungen, Bedürfnisse und finanziellen Verhältnisse getroffen. Zu einer endgültigen Entscheidung bin ich noch nicht gekommen, aber zwei Angebote haben es in die engere Auswahl geschafft.
Überlegt dir: Was willst du erreichen? Nur zum Spaß schreiben oder einen Schritt weiter gehen und veröffentlichen? Wo stehst du? (Bitte ehrlich sein.) Was brauchst du? (Resultiert aus der Frage vorher.)

Fazit:
Man muss keinen Fernlehrgang oder Onlinekurs machen. Schreiben kann man auch für sich allein oder in einem Schreibkurs. Eine Fortbildung für das Schreiben zu buchen ist keine Garantie ein Buch zu veröffentlichen. Wichtig ist schreiben, schreiben, schreiben.

Der Vorteil eines Fernstudien- oder Onlinekurses ist: du hast einen Lehrer nur für dich, der mit dir arbeitet und dein Ansprechpartner ist. Durch die enge Zusammenarbeit sind Schwachstellen besser zu erkennen. Der Fernlehrer ist objektiv und redet dir nicht nach dem Mund. Das muss du wissen und wollen. Es ist nicht so einfach, wenn sich jemand an deinem Text „vergreift“ und dir deine „Fehler“ aufzeigt. Bietet aber auch eine Chance sich besser einzuschätzen und an sich zu arbeiten. Außerdem kann man von Extraleistungen, zum Beispiel: Lektorat, profitieren.

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