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Posts Tagged ‘Augenblick’

Glück des Augenblicks

Gedanken schweigen

Erwartungen verlöschen

Worte verlieren die Bedeutung

 

Ein großes Atemholen

Steigt auf aus blauen Tiefen

Unvergänglich machtvolles Gewoge

Sprengt die Krypta meines Herzes

 

Stille hüllt mich ein

Durchdringt mein Sein

Bis in die dunkle Seite

Meiner trauernden Seele

 

Der Dämon findet Ruhe

Für den Moment

Im Glück des Augenblicks

See 4423.JPG

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Das Unbekannte lockt mit tausend Farben, Düften, Bildern.

Mein Herz tanzt im Sommerwind mit den Träumen um die Wette.

Immer weiter den Regenbogen entlang, der Unendlichkeit entgegen.

Glück besteht im Augenblick.

Willst du wissen, wie es geht?

Komm.

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Zukunft ist jetzt.

Verschoben ist sie schon Vergangenheit.

Zerronnen ehe sie gelebt werden kann.

Schneller als der Regen fällt, wird sie vergilbte Erinnerung im Album unseres Lebens.

Was dann bleibt ist nur noch ein letzter Atemzug.

Leben ist in diesem Augenblick.

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„Da rackern sich die Menschen unermüdlich in der Mühle der Gemeinplätze ab, und doch erwächst daraus nichts, was nicht zuvor schon dagewesen wäre.

In dem Augenblick jedoch, in dem sie sich um eines spontanen Gedankens willen von der Tradition abwenden, strömen ihnen Poesie, Geist, Hoffnung, Tugend, Gelehrsamkeit und Anekdoten alle hilfreich zu.“

Ralph Waldo Emerson, „Literary Ethics“ 1838

Tatsächlich hat sich daran nichts geändert. Wer immer der Herde hinterher läuft, entdeckt keine neuen Wege. Außerdem ist es unendlich langweilig.

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Ich sitze beim Essen. Die Kerze strömt einen sanften Duft aus. Musik läuft im Hintergrund. Meine Kehle wird eng, schnürt sich immer weiter zu, bis die ungehörten Schreie mir als Tränen in die Augen steigen. Ich esse. Kann nicht aufhören.

Tränen rinnen mir über die Wangen. Sie verschmelzen mit dem Essen auf der Gabel. Ich schmecke die Einsamkeit auf meiner Zunge, schlucke sie mit jedem Bissen. Mühsam versuche ich die Tränen zu unterdrücken, sie abzuwischen. Es kommen immer neue. Der Strom endet nicht, wenn der Damm gebrochen ist.

Ich spende Trost, bin da, wenn man mich braucht, lache und bin gutgelaunt, halte alles aus, was man mir auch aufbürdet, ich bin stark. Bis der Augenblicke kommt in dem ich es wieder erkenne – ich bin allein. Mehr als das. Ich bin einsam. Eisige, gefrorene Einsamkeit, die alles lähmt, mir alles nimmt.

Das Monster bricht aus seinem gut gehüteten Gefängnis. Es schlägt seine Krallen in den letzten Rest Hoffnung. Mit seinem gierigen Maul verschlingt es jedes andere Gefühl. Taucht jeden Sinn in abgrundtiefe Finsternis.

Ich bin allein mit meinem Schmerz, meiner Traurigkeit, meiner Sehnsucht nach Liebe, Händen, die mich halten. Getrennt von allen Menschen löst sich die Camouflage der Fröhlichkeit in der Lauge aus Einsamkeit und Qual. Ich werde unsichtbar. Kein Wort wird noch gehört. Kein Schluchzen ist es wert sich umzudrehen.

Ich esse, schlucke salzige Tropfen. Kann nicht aufhören. Muss immer weiter trinken. Den Schmerz meiner Seele herunterwürgen, bis mir das Herz zerbricht und ich endlich frei sein kann. Nur noch ein Hauch, der vermischt mit den Morgennebeln entschwindet im Licht der aufgehenden Sonne.

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Ohne Hoffnung auf Rückkehr gefangen
In den Untiefen eines flüchtigen Lebens
Türen schließen schneller
Als sich andere öffnen

Freunde gehen ohne Wiederkehr
Die dunklen Stunden mehren sich
Obwohl die Tage heller werden

Nichts hat Bestand
Nichts ändert sich
Am Ende des Tages Ratlosigkeit

Die Zeit rennt unerbittlich
Lässt mich hinter sich zurück
Treibt mich vor sich her

Suche meinen Platz
In der hektisch eilenden Menge
Bin ich ausgegrenzt

Kann nicht leben ohne Träume
Verloren in einem monotonen Leben
Abgegriffener Tage und Nächte

Ich suche nach Nähe
In einer sprachlosen Welt
Verletzter Seelen und blutender Herzen

Erschöpft ausgeschüttet
Drehen sich meine Gedanken
Im Kreis des tosenden Strudels

Zerbrochen in eiserner Faust der Vergangenheit
Hält mich der Augenblick zusammen
Zögert eine ungewisse Zukunft hinaus

Lohnt sich der Kampf
Hallt das Echo wieder
Vergeblich warte ich auf Antwort

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von Antonia Kreinz

Weite im Kopf
Im Herzen Welten
Die Füße auf der Erde
Will ich in die Wolken

Mein Unglück
unbeständig wie das Glück

Werfen möchte ich mich in diesen Wandel
Tanzen und reiten im Augenblick

Könnten doch Alle, Alleallealle
Glücklich sein!
In allen Welten, zu allen Zeiten
Jahrtausend Universen lang

Könnten dich Alle
wie Nomaden wandern,
wandernwandern
immer weiterziehen

Vogel werden
Himmel sein
Schwimmend ein Meer
frei und offen für Jeden

Aber immer gehen wir schlafen
mit Gedanken an kommende Jahre
glauben Alles, Allesallesalles sei für immer so!

Was würde mir fehlen ohne mein Leben?

Das Leben!
Alles!
Allesallesalles!

Könnten doch Alle,
sich wie Blütensamen
dem Wind anvertrauen
frei von morgen und gestern
wie Blitze in der Dunkelheit

Der Himmel in der Tasche

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„Jeder Augenblick, jedes beiläufige hingeworfenen Wort,
jeder Blick, jeder tiefe oder nur als Scherz gemeinte Gedanke,
jede unmerkliche Regung des menschlichen Herzens,
ebenso wie der fliegende Flaum der Pappeln oder
das Blinken der Sterne in einer Pfütze bei Nacht –
alles sind kleine Körnchen Goldstaub.
Wir Schriftsteller gewinnen sie im Laufe von Jahrzehnten,
diese Millionen kleiner Körnchen,
wir sammeln sie, ohne es selbst zu merken,
verwandeln sie in eine Legierung
und schmieden dann aus dieser Legierung
unsere „Goldene Rose“ –
eine Erzählung, einen Roman oder eine Dichtung.“

Konstantin Paustowski, Die goldene Rose

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Nichts ist wirklich
Nur die Nacht
Wo wir sind ist das Licht
Die Zeit bleibt stehen
Uns keine neue Wunden zuzufügen

Stumme Lippen wiegen
Laute Herzen in Sicherheit
Wir sehen uns an
Augen-Blicke sagen mehr

Zärtlichkeit liegt in der Luft
Süßer Wein und Poesie
Wirbeln Fantasien auf
Was wäre wenn…

Du wagst dich vor
Hauchst einen Kuss
Du und ich als Illusion
Der Zufall eines Augenblicks

Spür die Wärme deiner Seele
Lässt einen Funken überspringen
Schau nicht zurück
Schau nicht nach vorn

Es gibt nur diese Stunde
Wenn der Morgen kommt
Löst sich die Nacht in Träumen auf
Ich muss gehen
Nehm dich mit
Als Glanzlicht meiner Erinnerung

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Der folgende Text entstand als Aufwärmtext im Schreibkurs. In dem Text sollte eine stürmisch Nacht vorkommen, allerdings ohne den obenstehenden Satz 😉 .

Der Wind fegte um die alten Backsteinhäuser. Trockene Blätter tanzten über den Fußweg. Marton zog den Mantel enger um die Schultern. Er bedauerte es, dass er den Schal vergessen hatte. Gemächlich ging er die Abby-Street entlang, die zum Uhrenturm führte. Morton redete sich ein, er hätte noch Zeit, obwohl er wusste, dass die anderen auf ihn warteten. Charly und Will waren immer pünktlich. Heute, in der letzten Oktobernacht, besonders, da kam es auf den richtigen Augenblick an.
Die Straßenlaternen warfen runde Lichtkegel auf den Gehweg. Morton dachte mit Wehmut an den Abschied. Es gefiel ihm in Blackcastle. Der Ort war klein und sauber. Die Nachbarn hilfsbereit und freundlich. Am meisten schmerzte ihn, dass er Amelie nicht mehr sehen konnte. Nie wieder. Morgen würde er weit fort sein, in einer anderen Zeit, an einem anderen Ort. Bis zum nächsten Jahr, in der letzten Oktobernacht.

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