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Posts Tagged ‘Arme’

Wenn (das Monster) Tirion schläft träumt (es) er von Liebe. Eine Hand, die nicht schlägt, sondern streichelt. Doch da ist niemand. Nur eine dunkle schreckenerregende Leere, die es umschließt und die nichts aufzulösen vermag. Und so sehr Tirion sich auch wünscht, dass sein elendiges Leben endlich ein Ende findet, er wird nicht erhört.

Er hatte alles. Geld, Ansehen, sogar eine Art von Liebe, auch wenn sie sich nicht richtig anfühlte. Sein Übermaß an Stolz und Hartherzigkeit kosteten ihn alles. Verbannt und geächtet lebte er unter den Ärmsten der Armen, von niemandem vermisst, von niemandem geliebt.

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Ruhe in zerwühlten Kissen

Spür noch deine Hände

Dich Haut auf Haut

Eingehüllt in deine Wärme

Rieche ich deinen Duft

 

Satt von deinen Küssen

Süchtig nach mehr

Erlegen deiner Lust

Die meine entflammt hat

Bin ich dir verfallen

 

Die Erinnerung an deine Liebesworte

Zaubert ein Lächeln auf meine Lippen

Die Süße einer kostbaren Nacht

Die ich in deinen Armen lag

Und du in meinen

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Thema: Farbe

Blau. Meine Farbe der Sehnsucht. Sehnsucht nach dem Himmel, dem Meer, der Weite. Blau mischt sich mit Gelb zu den herrlichsten Grüntönen, den Wäldern, Wiesen, Blumen und Pflanzen. Mit Rot zusammen ergeben sich die verschiedensten  Violetttöne. Die Farbe der Leidenschaft.

Ich könnte im Blau schwelgen, mich darin auflösen. Hier zu ein kleines Gedicht, das vielleicht mehr sagt, als die paar Zeilen oben.

 

Du

 

Du bist wundervollstes Meeresblau

Mal sanft mal rau

Du schmeckst herb und süß

Schwer Wein und klares Wasser

Du riechst nach Sternennacht und satter Erde

Nach frühem Morgen und Sommergewitter

Du bist die Brise auf meiner Haut

Der Funke der das Feuer entfacht

Du klingst nach „La Mer“ und Tango

Nach Wellenrauschen und Flüstern der Bäume

Du ziehst mich an mit deinem besonderen Blick

Erschütterst meine Welt mit deinem Kuss

Du kamst auf leisen Sohlen nahmst mich im Sturm

Herz über Kopf lass ich mich fallen

In deine offenen Arme

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Mir wurde das Genre: erotisch und die Worte: Strümpfe, Sommerhitze und Zigarette vorgegeben.

Madelaine

Madelaine lag auf dem schmalen Bett und döste vor sich hin. Außer einem dünnen Hemdchen und zarten Seidenstrümpfen trug sie nichts. Seit Tagen lastete eine drückende Sommerhitze über Paris. Sie sehnte sich nach Erleichterung, aber das erlösende Gewitter kam nicht. Träge fächelte sie mit ihrem schwarzen Spitzenfächer laue Luft zu. Ihre gereizte Stimmung verschlechterte sich zusehends, als sie die Glocken von Notre Dame hörte. Alain wollte nur eine Flasche Wein holen, inzwischen war er  zwei Stunden überfällig.

Ein lauter Knall schreckte Madelaine auf. Irgendwo unter ihr im Haus warf jemand die schweren Holzfensterläden zu. Sie seufzte. – Diese entsetzliche Hitze – sie  verspürte einen lästigen Stich in ihrer Brust – und wir sind wieder nicht auf dem Land. Dabei hat Alain es mir letzes Jahr versprochen! Nächstes Jahr bestimmt, ma Cherie, hat er gesagt. Wie das Jahr davor. – Die Freunde hatten sich längst verabschiedet und es vorgezogen sich Anfang Juni in die Provence, ans Mittelmeer oder an den Atlantik zu begeben. Nur Alain und sie bleiben in Paris. Die engen schrägen Wände unter dem Dach erdrückten sie schier.

Sehnsüchtig dachte sie an das glitzernde Wasser des Atlantiks. Den leichten Wind, der nach Salz und Weite roch. Alain hatte einen Auftrag. Sagte er. Madelaine traute ihm nicht. Wer vergab im Sommer so große Aufträge? – Wenn er nur hiergeblieben ist, weil er –  hastig verscheute sie den bösartigen Gedanken und beruhigte sich, – das sind nur meine angeschlagenen Nerven. Nicht mehr! Alain liebt mich. –

Madelaine rekelte sich und gab ein leises Brummen von sich. Die Träger des Hemdchens glitten von ihren schmalen weißen Schultern und gaben den Ansatz der vollen Brüste frei. Langeweile und fortwährendes Warten zermürbten sie. Madelaine stand auf. – Ich werde Fanny besuchen. Mehr als hier, kann ich mich bei ihr nicht langweilen. Die hat Glück, dass ihr wohlhabender Galan ihre Dienste nicht teilen will. Sonst würde sie immer noch in dem stinkenden Loch bei Madame Camilles wohnen. Manche haben mehr Glück als andere. –

Madelaine versuchte den aufflammenden Neid zu unterdrücken. Sie mochte Fanny nicht. Mehr als einmal schnappte ihr die Jüngere wohlhabende Kunden vor der Nase weg. Eigentlich hatte sie keine großen Ambitionen Fanny zu besuchen, aber sie teilte das Leid der Zurückgebliebenen und Fanny bewohnte eine grandiose Zimmerflucht mit einem märchenhaften Wintergarten, in dem es herrlich kühl war.

An dem kleinen Waschbecken wusch sie sich Gesicht und Arme. Madelaine warf einen kurzen prüfenden Blick in den Spiegel. Trotz ihrer 35 Jahre war ihre Haut glatt. Die dunklen Augen hatten nichts von ihrem Feuer eingebüßt. – Warum sieht er trotzdem anderen Frauen hinterher? Wie es mir dabei geht, schert ihn nicht. Liebe ist eine Hure. – Verbittert spuckte sie ihr Spiegelbild an. – Es gibt genug Männer, die wer weiß was dafür geben würden, mich zu besitzen. –

Mit fahrigen Bewegungen streifte Madelaine sich ein leichtes Kleid über, schlang die langen schwarzen Haare in einem lockeren Knoten zusammen. – Alain liebte meine Haare. Damals. – Die wunde Stelle in ihrem Herzen zog sich schmerzhaft zusammen. – Damals galt sein Blick nur mir. Du bist mein ein und alles, hat er gesagt. Ich werde dich immer lieben. – Madelaine ahnte, dass es eine Lüge war, aber Alains Kuss, seine Hände raubten ihr den Verstand und sie wollte ihm glauben.

Während sie die Treppe hinabstieg, hielt sie immer wieder kurz inne. Vielleicht kam er gerade in diesem Moment nach Hause, aber als Madelaine das Foyer des Hauses betrat, war er nicht zurückgekehrt.
Hitze umspülte Madelaine, als sie die schwere Haustür aufzog und auf die menschenleere Straße trat. Nicht eine Kutsche, die sonst zu Dutzenden die Straße herunter klapperten. – Ich habe einfach kein Glück. – Tränen stiegen ihr in die Augen. – Nun muss ich den Weg zu Fuß gehen.

Plötzlich hörte sie hinter sich das markante Rattern eisenbeschlagener Räder und rhythmisches Hufklappern. Sie drehte sich um. Eine Mietkutsche ohne Gäste. Madelaine schluckte die Tränen herunter und winkte dem Kutscher. Er hielt direkt neben ihr. Sie nickte ihm freundlich zu und erklomm flink die kleinen Einstiegsstufen. Erleichtert ließ sie sich auf den Sitz fallen.

Der junge Kutscher betrachtete sie über seine Schulter hinweg und bedachte sie mit einem neugierigen Blick. Madelaine bemerkte es. Liebenswürdig lächelte sie ihm zu. – Andere Männer sehen mich, nur Alain nicht. – Der Kutscher ließ die Peitsche einmal kurz aufknallen. Sofort zogen die Pferde die Karosse an und verfielen in einen leichten Trapp. Durch den unerwarteten Ruck wurde Madelaine in die abgenutzten Lederpolster gedrückt und stieß einen kleinen Schreckenslaut aus.

„Sie wissen doch nicht wohin ich will“, rief sie ihm zu.

Er antwortete nicht. Blickte stur geradeaus, schwang die Peitsche erneut über die breiten Pferderücken und trieb sie in lebhaftem Tempo weiter. Madelaine fühlte sich hilflos. – Was will er von mir? Ich habe doch gar nichts, das ich ihm geben kann. – Madelaine überlegte hinaus zu springen, fand aber nicht den Mut dazu.

„Lassen sie mich gehen, bitte“, flehte sie ihn an, „ich gebe ihnen alles Geld, das ich besitze.“

Der junge Mann sah sich kurz um, schüttelte nur den Kopf. Dann wendete er sich wieder der Straße zu. Madelaine bemerkte entsetzt, dass sich die Kutsche dem Bois de Boulogne näherte. Ihre Ohnmacht steigerte sich zur Panik. Im Bois gab es viele stille Ecken, bevölkert von allerhand Gesindel. Madelaine befürchtete das Schlimmste.

Der Kutscher schien sich gut auszukennen. Geschickt lenkte er die Karosse von den breiten Spazierwegen in immer engere Pfade. Der Wald wurde dichter, legte sich bald wie ein schützender Kokon um das Gefährt und seine Insassen. Nur vereinzelt fielen dünne Sonnenstrahlen durch die verflochtenen Baumkronen. Die Luft wurde frischer und roch nach Erde und Grün. Plötzlich lenkte der Kutscher die Karosse in eine natürliche Laube aus Ästen. Mit einem Ruck brachte er die Kutsche zum Stehen…

…. Fortsetzung ist in Arbeit – aber nicht Jugendfrei *g*.

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Meine Knochen klappern. Die unmenschliche Kälte, das Wandern durch das Niemandsland, Dunkelheit, immer in Gefahr entdeckt zu werden. Und der Mann, der mich führt, ist ein rätselhafter Fremder. Unter seinem langen schwarzen Mantel, trägt er eine dunkle Lederrüstung und dicke Stiefel. In seinem Gürtel stecken Messer und Wurfsterne. In den beiden Rückenhalftern stecken Schwerter. Ich bin sehr sicher, dass dies nicht die einzigen Waffen sind. Bevor Malachias mich ihm anvertraute, hatte ich noch nie von ihm gehört und mir kam im Palast viel Klatsch und Tratsch zu Ohren. Malachias sagte mir, er sei einer der Schattengänger, was auch immer das bedeutet.

Ich habe Angst“, wage ich das Wort an ihn zu richten.

„Das ändert nichts“, stellt mein Begleiter gleichgültig fest.

„Mir ist so kalt. Ich kann kaum noch laufen.“

Meine Zähne schlagen beim Sprechen aufeinander. Er sieht mich herablassend an.

„Ich wusste, dass ich mit dir `ne Menge Ärger haben werde. Also gut. Eine kleine Pause. Los Junge, hinter der nächsten Biegung liegt eine kleine Hütte im Wald, da können wir rasten.“

Er packt mich energisch am Arm und zerrt mich weiter. Hat er wirklich nicht gemerkt, dass ich ein Mädchen bin? Malachias hat mir eingeschärft mich nicht erkennen zu geben. Ich kann niemandem vertrauen. Bis jetzt ist alles gut gegangen. Tatsächlich ist es nicht sehr weit bis zu der Hütte. Der Schattenmann macht ein Feuer in dem kleinen gusseisernen Ofen. Ich hocke mich dicht daneben. Am liebsten würde ich den Zylinder mit beiden Armen umklammern, um die Wärme in mir aufzusaugen.

„Da kannst du schlafen.“

Er deutet auf eine Ecke in der Stroh in Säcken aufgeschichtet ist. Ein paar alte Decken liegen zusammengeknüllt obenauf.

„Hier ist es wärmer“, riskiere ich, mit einem skeptischen Blick auf die vergammelten Decken, ein Widerwort.

Unsere Augen treffen sich. – Ich beiße die Zähne zusammen und krieche ohne weiteren Protest auf das Strohlager. Es riecht stockig. Ein Ekelgefühl schüttelt mich. Ich versuche flach zu atmen. Er zieht seinen Mantel aus, legt sich hinter mich und breitet den Mantel als Decke über uns aus.

„Mir ist das Ganze auch nicht geheuer“, murmelt er.

Es ist das erste Mal, dass ich einen Anflug von Gefühlsregung bei ihm erkennen kann. Er legt seinen Arm um mich, zieht mich so dicht an seine Brust, dass kein Blatt mehr zwischen uns passt. Für einen atemlosen Moment spannt sich jeder Muskel meines Körpers an. Ich liege stocksteif da.

Nach einer Weile höre ich seine gleichmäßigen Atemzüge und entspanne mich. Ich schmiege mich so effektiv wie möglich an seinen athletischen Körper, um alle Wärme aufzunehmen, die ich erhaschen kann. Ein Geruch von Leder, Wärme und Wolle steigt mir in die Nase und ist nicht einmal unangenehm, wenn der Mief des alten Strohs nicht wäre.
Ich sehne mich beinahe schmerzlich nach einem heißen Bad mit duftenden Badeessenzen und einem dicken weichen Handtuch, mit dem ich mich einhüllen kann. Danach eine Orgie aus Cremen und Ölen, die meine Haut wie ein Schwamm aufsaugen würde.

Stattdessen liege ich auf einem stinkigen Strohlager, in den Armen eines mysteriösen Unbekannten, auf der Flucht vor meinen Häschern und vertraue ihm mein Leben an. Ich habe Furcht vor ihm. Gleichzeitig fühle ich mich in einem Maß von ihm angezogen, dass mich schwindelig macht. Seine eindrucksvolle physische Präsenz, die außergewöhnlich Ausstrahlung, der hypnotische Blick und die gebieterische Stimme machen ihn unwiderstehlich. Andererseits spüre ich, die undurchdringliche, fast wesenhafte Dunkelheit, die von ihm ausgeht.
Wie viele Leben hatte er genommen? Wie viel Blut vergossen? Schuldig oder unschuldig. Wie oft dem Tod ins Angesicht gesehen? Er war furchtlos, bis zur Selbstzerstörung. Ich hatte es selbst gesehen.

Malachias brachte mich zu dem vereinbarten Treffpunkt. Etwas war schiefgegangen und wir wurden entdeckt. Ich war den Gegnern so wichtig, dass man mich mit einem Trupp von hundert Soldaten jagte. Lächerlich. Die Flucht war vereitelt ehe sie begonnen hatte. Bis er die Schwerter zog. Er streckte die Angreifer mit eine Präzision nieder, die ihres gleichen suchte. Eiskalt. Kein Zaudern in seinem Blick. Kein Zögern, wenn er die Schwerter durch Fleisch und Knochen fahren ließ. Jeder Schlag ein Treffer. Trotz seiner Größe und Kraft bewegte er sich elegant und leichtfüßig wie ein Tänzer. Ein Tänzer des Todes in einem Ballett des Verderbens. Ich glaubte nicht an Götter und Dämonen, aber er brachte meine Überzeugung ins Wanken. Nachdem er die Hälfte der Soldaten geschlachtet hatte, ergriffen die anderen die Flucht. Er wischte das Blut vom Stahl und steckte die Schwerter zurück in ihre Holster. Nicht ein Haar hatte man ihm gekrümmt. Gab es einen Gegner, dem er nicht standhalten konnte?

„Schlaf und hör auf nachzudenken.“

Schreckte mich seine tiefe Stimme aus meinen Gedanken.

„Ich dachte, du schläfst?“

„Ich schlafe nie.“

Der Gedanke, zu keiner Zeit Ruhe zu finden, schmerzt mich körperlich.

„Hast du niemals geschlafen?“

„Doch, aber das muss tausend Jahre her sein. So fühlt es sich jedenfalls an.“

„Warum hast du den Auftrag von Malachias angenommen?“

„Er war einer der wenigen Menschen, die gut zu mir waren, wenn man zu unsereins gut sein kann. Und er hat mich gebeten den letzten Nachkommen des Hauses Schador zu beschützen.“

Er schweigt, aber ich weiß, er verheimlicht mir etwas.

„Den anderen Grund kannst du nicht verstehen“, fährt er fort, „dazu bist du zu jung. Schlaf jetzt.“

Ich habe noch so viele Fragen. Plötzlich streicht er mir über die Augen. Dunkelheit.

 

Fotzsetzung in Planung 🙂

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Telefon

Ich liege

Neben dir

Hör dich

Atmen

Dein Herz

Schlagen

Spüre

Deine Zärtlichkeit

 

Küsst mich

Hältst mich

Nimmst mich

Heiß und tief

Fließen

Ineinander

Durch und durch

Bis sich

Unsere Säfte mischen

 

Deine Seele

Mich erfüllt

Deine Süßigkeit

Mir Nahrung ist

Jedes Wort

Nimmt mir

Den Atem

 

Hältst mich fest

In deinem Bann

Lieg

In deinen Armen

Stundenlang

Am Telefon

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