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Posts Tagged ‘Abschied’

Dach, Eischnee, Gabel, weinen

Ich ziehe die Vorhänge zurück und traue meinen Augen kaum. In der Nacht hat es geschneit! Unser Garten liegt unter einer silberweißen glitzernden Schneedecke begraben. Das Dach des Gartenhäuschens sieht aus, als hätte ihm ein Konditor eine Haube aus Eischnee aufgesetzt.

Die Spatzen und Meisen besetzen das Futterhäuschen vor meinem Fenster. Lautstark und mit wedelnden Flügeln streiten sie um jedes Korn.

Die Freude über diesen herrlichen Morgen treibt mir Tränen in die Augen. Mein Wunsch erfüllt sich. Noch einmal den Zauber einer Winterlandschaft erleben.

„Hast du Lust auf einen Spaziergang nach dem Frühstück?“, hörte ich Leons sanfte Stimme hinter mir.

Er legt die Arme von hinten um mich und blickt über meine Schulter hinaus. Ich genieße den Moment der Geborgenheit und seiner Wärme.

„Ja, sehr gerne“, sage ich leise.

„Dann zieh dich an, der Tisch ist gedeckt“, er küsst mich auf die Schläfe und macht sich auf den Weg in die Küche.

Zum Glück sieht er die Tränen nicht, die sich aus meinen Lidern stehlen. Ich muss es ihm sagen. Endlich! Es wird Zeit Leon meinen Abschied anzukündigen. Er soll ihn nicht völlig unvorbereitet treffen.

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Die Zugtüren glitten zusammen, noch einen kurzen Moment, dann setzte sich der Zug in Bewegung. Ich stand auf dem Bahnsteig, sah ihn hinter der Tür, groß, breitschultrig, ernst. Tausend Gedanken gingen mir bei seiner Abschiedsumarmung durch den Kopf. Ich konnte keinen in Worte fassen.
„Ich liebe dich!“, schrie ich dem Zug hinterher.

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Der folgende Text entstand als Aufwärmtext im Schreibkurs. In dem Text sollte eine stürmisch Nacht vorkommen, allerdings ohne den obenstehenden Satz 😉 .

Der Wind fegte um die alten Backsteinhäuser. Trockene Blätter tanzten über den Fußweg. Marton zog den Mantel enger um die Schultern. Er bedauerte es, dass er den Schal vergessen hatte. Gemächlich ging er die Abby-Street entlang, die zum Uhrenturm führte. Morton redete sich ein, er hätte noch Zeit, obwohl er wusste, dass die anderen auf ihn warteten. Charly und Will waren immer pünktlich. Heute, in der letzten Oktobernacht, besonders, da kam es auf den richtigen Augenblick an.
Die Straßenlaternen warfen runde Lichtkegel auf den Gehweg. Morton dachte mit Wehmut an den Abschied. Es gefiel ihm in Blackcastle. Der Ort war klein und sauber. Die Nachbarn hilfsbereit und freundlich. Am meisten schmerzte ihn, dass er Amelie nicht mehr sehen konnte. Nie wieder. Morgen würde er weit fort sein, in einer anderen Zeit, an einem anderen Ort. Bis zum nächsten Jahr, in der letzten Oktobernacht.

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Die Zeit ist gekommen

Abschied zu nehmen

Niemand ist Schuld

Es ist das Leben

 

Kommen und Gehen

Frühling und Herbst

Säen und ernten

Geboren werden und sterben

 

Wolken ziehen dahin

Mein Herz ist schwer

Euch zu verlassen

Hätte ich noch eine Stunde

 

Der Kampf ist vorüber

Niemand ist Schuld

Es ist das Leben

Geleert bist zur Neige

 

Gute Tage schlechte Tage

Ich sah die Liebe

Sah den Abgrund

Stand wieder auf

 

Der Kampf ist vorüber

Ich gehe still

Meine Liebe bleibt

Für immer

Die Musik ist von Craig David & Sting, Rise and Fall – ein wunderschöner, sehr melancholischer Titel für mich.

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