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Archive for the ‘Über das Schreiben’ Category

Am 21.Januar 1781 erließ Friedrich der Große ein Kaffeeröstverbot. Tatsächlich gab es sogar „Kaffeeschnüffler“. Das ist keine neue Insektenart, sondern Spione, die Bürger ausfindig machen sollten, die illegal eingeführten Kaffee konsumierten. Dabei wurden sie noch außerordentlich gut bezahlt. Kaffeeverbot

Das wäre ein Job für mich! Ich liebe Kaffee in allen Variationen und schnüffle ausgsprochen gerne den Duft frischer Bohnen. Was für interessantes Wissen man doch erwirbt, wenn man einen Roman schreibt, der um die Zeit von 1790 – 1815 spielt.

Da stellen sich beim Schreiben diverse Fragen:

Was trank eine Dame in einer Gaststätte? Also Kaffee war es nicht.

Welche Bräuche gab es zu den Maifeiern? Sehr interessante, die den Romanfiguren zugute kommen.

Wieso wurde die Uni in Ingolstadt 1800 nach Landshut verlegt und 26 Jahre später wieder zurück? Und wieso interessiert das überhaupt? Weil man einen Professor der Uni Ingolstadt im Jahre 1811 nicht mehr dort antraf, sondern in Landshut.

Das bedeutet: neue Recherche, neues Wissen.

Ich bin nicht sicher, dass ich die Kaffeeinformation brauche, aber ab und zu kann der Autor an passender Stelle die Fülle seines Wissens zum Besten geben. *gg*  Schreiben bildet mindestens ebenso, wie Lesen.

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„Ich lebe, um zu schreiben.“

Katherine Mansfield

Ich kann Katherine zu 100 Prozent zu stimmen. Egal, wie gut oder schlecht meine Texte sein mögen, ob sie „veröffentlicht“ werden oder nicht. Schreiben ist das, was ich tun will. Nicht mehr, nicht weniger. Mich darüber freuen einen geneigten Leser zu finden, der meine Texte liest und für ein paar Minuten die Zeit vergisst.

Seid ich meinen neuen Job habe, rotiere ich an allen Fronten. Ich habe nette Kollegen und die Arbeit macht mir Spaß. Trotzdem schmerzt es mich, dass ich sehr viel weniger Zeit zum Schreiben habe und in der Zeit, die ich habe müde oder geistig erschöpft bin. In mir ist eine innere Unruhe und Nervosität, die sich nur vertreiben lässt, wenn ich schreibe oder in anderer Hinsicht kreativ sein kann.

Im Gespräch mit einer Freundin, sagt sie: „Ich wäre dankbar, wenn ich wieder etwas Routine in meinem Leben hätte.“ Eins der Dinge, die man oft verachtet. Routine – laufen im Hamsterrad des Lebens – nein, das will niemand und doch, auch ich bin dankbar für eine gewisse Arbeitsroutine, die sich langsam einstellt. Sie enthebt mich des ständigen Nachdenkens. Wie war das nochmal? Machst du alles richtig? Hast du nichts vergessen?

Ich lebe nicht, um zu arbeiten. Ich lebe, um zu schreiben! Darum habe ich eine Arbeit gewählt, die mir so viel freie Zeit zum Schreiben wie möglich gibt und trotzdem meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Das Ganze ist ein Teufelskreis. Hab ich Zeit und kann schreiben, muss ich mir Gedanken machen, wie ich den nächsten Monat rumbringe. Hab ich Arbeit, die mir ermöglicht nicht jeden Euro zweimal umzudrehen, habe ich wenig Zeit und mein Kopf ist voll mit „unnützen“ Gedanken.

Doch am Ende des Tages zählt nur eins: Schreiben. Jedes Wort, jeder Satz, vielleicht ein Absatz oder eine Seite lässt mich aufatmen – lässt mich atmen. Luftholen! Aussteigen aus dem Hamsterrad, einsteigen in das Reich meiner Fantasie.

Ich lebe, um zu schreiben! Und schreibe, um zu leben. Das eine bedingt das andere. Ich schreibe, um einem geneigten Leser und mir selbst einen Moment des Luftholens zu verschaffen. Und so wird es bis zum Ende bleiben. Mein Leben ohne Schreiben ist möglich, aber undenkbar.

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Was tut ein Schriftsteller, der nicht schreiben kann – nicht weil er nicht will, sondern weil er nicht kann – lesen – mehr lesen, als gewöhnlich.

In meiner heutige Kaffeelektüre aus dem Buch „Sie schreiben wie ein Mann, Madame“ von N.Kohlhagen lass ich zwei schöne Sätze. Der erste stammt von Harriet Beecher-Stowe, der Autorin von „Onkel Toms Hütte“:

„Ein Buch ist wie eine Hand, die ins Dunkel ausgestreckt wird – in der Hoffnung, dass ihr eine andere Hand begegnet.“

Das zweite Zitat stammt von Charlotte Bronte:

„Wenn ich schreibe, kann ich nicht immer daran denken, was „elegant“ und „charmant“ und „weiblich“ ist. Mit solchen Gedanken habe ich nie die Feder in die Hand genommen … .“

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Ich möchte mich bedanken! 200 Personen, die meinem Blog folgen, meine Texte lesen, Kommentare und Likes hinterlassen. Danke an euch alle, die ihr mich immer wieder motiviert und für die ich schreiben darf.

In der heutigen Zeit hat es ein Schreibender nicht leicht in Buchform veröffentlich zu werden – es ist ein Glücksspiel mit vielen Variablen und selbst wenn man es geschafft hat, ist man nicht sicher Leser zu haben.

Schreiben ist Leidenschaft! Sollte sie sein, wie jede andere Kunstform auch, sonst wird es schwierig den langen Atem zu beweisen, der nötig ist, bis man das Ziel einer Buchveröffentlichung erreicht.

Darum bin ich euch, ihr lieben 200 Blogleser dankbar, dass ihr meine Texte lest, kommentiert und mir positiven Zuspruch vermittelt, der einem Künstler das Gefühl gibt, auf dem richtigen Weg zu sein.

Ich hoffe, euch weiterhin mit meinen Texten, Gedichten und Gedanken zu erfreuen.

Danke für euer Interesse und allerliebste Grüße

Caroline

 

 

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Es hat gezündet! Endlich! Heute morgen knapp 600 Worte geschrieben – Szene wird heute Abend fortgesetzt.

Es hat lange genug gedauert. Der neue erotische Roman war fast fertig –  die Szenen die noch geschrieben werden wollen und das Ende (ok, die alternativen Enden) im Kopf – und plötzlich Schluss. Nichts ging mehr. Die Zweifel kamen und versuchten sich festzukrallen.

Der Kritiker in mir schrie triumphierend: „Ich habe es dir ja gesagt, das Buch in so kurzer Zeit fertig zu schreiben, dass schafftst du nie!“

Die Schriftstellerin in mir sagt: „Halt die Klappe! Ich kriege das hin!“

Klar, die Schriftstellerin ist nicht  so cool, wie sie nach Außen wirkt. Andererseits habe ich inzwischen gelernt, mein Pokerface aufzusetzen, wenn sich der Kritiker meldet und versucht mich aus der Fassung zu bringen.

Ich tue dann so, als ob mich das alles nichts angeht: Überarbeitung, Deadline, Lektorat, Veröffentlichungsdatum – alles nur eine Sache des Standpunktes – Peace!

Es gibt zwei sehr hilfreiche Bücher, wenn es um Kreativität geht: „99 Tipps für Kreativität und Lebenskunst“ und „Der kreative Funke“. Beide von Alexander Jeanmarie. Das erste Buch ist die Essenz des zweiten. Trotzdem empfehle ich beide. Sehr gut geschrieben und mit vielen praktischen Übungen.

In meinem Fall hab ich den fiesen Kritiker ausgetrickst. Kreativität kann so vieles sein. Ich habe alles gemacht, was ich seit Längerem ausprobieren wollte (Collagen, Bücher binden, malen, usw), habe viel gelesen, mich an der Natur erfreut, mich um  Freunde und Familie gekümmert (was beim Schreiben machmal etwas zu kurz kommt), mein Haus und mein Leben entrümpelt, und mir einen langgehegten Traum erfüllt: studieren an der Uni.

Eins ist erwiesen, wenn wir unser Gehirn beweglich, neugierig und in Schwingungen halten, dann kommt der kreative Funke von allein wieder. Gesagt getan! Und immer wenn der Schuft von Kritiker nicht hingeschaut hat, habe ich Notizen gemacht und mich rangepirscht, an meinen Text.

„Hallo du kleiner, übler Kritiker,

Ausgetrickst! Du kriegst mich nicht klein. Dir werde ich es zeigen, Spielverderber! Es geht weiter. Ich krieg das hin.

Liebste schadenfrohe Grüße

Deine Caro“

 

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…wenn man ihn hat unbezahlbar, denke ich und schreibe seit knapp vier Wochen wie entfesselt an zwei Büchern. Meine Gedanken sind ständig im Text. Ich lebe mit meinen Figuren,  sehe sie vor mir, denke sie hin und her, sehe sie agieren.

Ich schlafe nur noch stückweise, sobald ich aufwache bin ich wieder bei meinen Geschichten. Da war doch noch was, da muss der Satz noch hin, da habe ich eine Beschreibung vergessen, da muss noch mehr Gefühl, noch mehr Sinnlichkeit hinein geschrieben werden.

Manchmal kurz bevor ich in den Schlaf dämmere geht mir ein wichtiger Satz durch den Kopf oder wie die Geschichte weitergeht – ich muss mich aufraffen, es notieren, denn morgen früh ist es weg, das weiß ich genau.

Umso besser, dass das erste Buche heute fertig geworden ist. Manuskript und Klappe verschickt. Yeah! Funkenregen und Feuerwerk! Nun kann ich mich etwas entspannter dem zweiten Buch widmen. Mein Notizbuch und mein Kopf platzen aus allen Nähten. Ich genieße es in vollen Zügen.

„Schreiben ist eine köstliche Sache;

nicht mehr länger man selbst zu sein,

sich aber in einem Universum zu bewegen,

das man selbst geschaffen hat.“

Gustave Flaubert

Und wie recht er doch hat!!!

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Für alle, die Spaß daran haben, die Schreibsession der Kreativ-Nacht ansatzweise nachzuvollziehen, folgend die Impuse/Aufgaben und meine Texte dazu.

  1. Rundentext

Heute Nacht träumte mir, dass ein rosa Elefant durchs Zimmer ging.

Denn der Himmel hatte beschlossen uns wach zu küssen.

Deshalb schicke ich mich in meinem Traum aus dem Haus.

Igrendwie bist du traurig.

Wunderbarerweise blieb es ein Geheimnis.

Schließlich schlief ich so fest, dass ich den Wecker nicht hörte.

 

  1. Liebe ist – ein Gedicht

Liebe ist …

(Eine Pflanze)

… wie die Weide am See, die mich mit ihren langen Zweigen schützend einhüllt.

(Ein Tier)

wie unsere Katze, die sich auf meinem Schoss zusammenrollt, wenn sie möchte.

(Eine Speise)

… wie Vanilleeis mit Erdbeeren und Sahne, fruchtig süß, wie deine Küsse in der Nacht.

(Ein Wetter)

… wie ein Sommerregen sanft und erfrischend, nimmt er die Hitze des Tages von meinen Schultern.

(Eine Farbe)

golden und Blau, wie die Sonne und der Tag, die Sterne, der Mond und die Nacht.

Fazit: Liebe ist … deine Hand in meiner.

 

  1. Assoziationen und Text zu einer Farbe

Grün: Tanne, Farn, Wald, Weide, Waldmeister, Jäger, Absinth, Broccoli, Glasflasche, Wellensittich, Kaktus, Bunstift, Maigrün, Frühling, Wiese, Kobold, Ampelmännchen, Florfliege, Lodenstoff

Verwendete Worte im Text: Kobold, Absinth, Glasflsache, Florfliege, Wald, Weide,

Text: Der Absinth glüht beinahe unnatürlich in der dicken Glasflasche, als würde ihn jemand von innen anleuchten. Jerry legt ein Zuckerstückchen auf den silbernen Löffel.

„Möchtest du etwas Wasser dazu?“, fragt er und lächelt.

Ich betrachte sein Gesicht, dicht vor mir. Irgendwie sieht er merkwürdig aus. Seine Augen verziehen sich zu kleinen Schlitzen, wie bei einem Kobold.

„Wasser?“, höre ich Jerry dumpf von weit weg.

Ich nicke schwerfällig. Jede Bewegung kommt zeitverzögert. Ich habe das Gefühl in einem dicken Wattebausch zu stecken. Kobold?! Woher weiß ich, dass ein Kobold seine Augen zu Schlitzen verziehen kann?

Es mag daran liegen, dass ich viel im Wald unterwegs bin oder habe ich neulich nicht ein Buch über Kobolde in der Bibliothek gelesen? Vielleicht habe ich auch einen Mordsschwips?

„Komm, trink einen Schlick“, Jerry drückt mir den Glaspokal mit dem milchig grünen Absinth in die Hand, „du wirst sehen, die grüne Fee wird dir ganz neu Eindrücke schenken.“

Seine samtige Stimm tröpfelt in meine Gedanken, die in einem zähen Strom dahinfließen. Ich nehme einen Schluck. Der Geschmack ist bittersüß.

Mein Blick bleibt an der filigranen Florflieg hängen, die träge über den Rand des Lampenschirms krabbelt, direkt der heißen Glühbirne entgegen.

Mir fällt es wieder ein! Ich habe einen Kobold gesehen. Leibhaftig. Vor einer Woche unter der alten Weide am See. Der kleine Kerl steckte in dem alten Vogelhaus fest, dass an dem dicken Stamm hängt und weder für Vögel noch für Kobolde bewohnbar ist …

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