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Archive for the ‘Über das Leben’ Category

Der Schreibtisch ist leer. Keine Notizzettelchen, keine Schmierblätter oder Ähnliches. Das Buch ist fertig. Kein Grund die Überreste liegen zu lassen, was geschrieben ist, ist geschrieben und was fehlt, wird nicht hinzugefügt werden. Sollte da noch etwas sein, dann wird es in einem anderen Buch auftauchen oder im Notiznirwana landen.

Pinnwand

Das beunruhigt mich nicht. Ich habe so viele Ideen, dieses Leben wird nicht reichen, aus allen Romane zu machen. Mit einem fertigen Buch haben sich Ideen für weitere ergeben. Ich gebe zu, ich bin nicht die schnellste Schreiberin. Es gibt so viel, das ich tun möchte und mit dem ich mich beschäftige – davon abgesehen, dass ich auch ab und zu mal arbeiten muss und Zeit mit meinem Mann (und Freunden) verbringen möchte.

Die Kinder sind aus dem Haus und ich habe den Zustand erreicht, in dem ich Dinge tun kann, die ich mir schon immer gewünscht habe. Reisen, lernen, Museen besuchen, Fotografieren, mich mit Kunst beschäftigen und welche machen – und Bücher schreiben.

Nach Gesprächen mit sehr fleißigen Kollegen habe ich festgestellt, dass ich trotz mehrerer Bücher immer noch sehr intuitiv schreibe. Es gibt Luft nach oben, bei Planung, Recherche usw. Ich arbeite daran. Schreiben ist meine Leidenschaft und ich werde nicht damit aufhören, solange ich es kann. Und so wird es ein neues Buch geben.

Pinnwand voll

Die Geschichte steht, sie ist schon weit fortgeschritten, ein großer Teil der Recherche ist gemacht, und ich freue mich darauf sie zu Ende zu schreiben. Nach den Erfahrungen mit dem letzten Buch wird es sicher schneller fertig werden. Immerhin, es gibt weitere Romane, Geschichten und Gedichte zu schreiben.

Doch es gibt noch etwas anderes: Den Wind auf der Haut, das Rauschen des Meeres und die Stille hören, das Blau des Himmels sehen, Lieben und Leben. Freude!

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Das folgende Gedicht, liegt nun seit Tagen auf meinem Schreibtisch. Wenn ich es lese sehe ich mich in eine laue Sommernacht versetzt. Leider fern von dem Geliebten, der Melancholie preisgegeben.

Mitternacht

 

Die Sterne sanft wie Blumen und so nah;

Die Hügel Schattennetze, trägt gewebt;

Kein Einzelblatt, kein Halm, weil alles da

Als Eines lebt.

Kein Mondstrahl schneidet Luft; ein Saphirblau

Erschimmert und erlöscht dann unbewusst.

Und Spitzes sticht in dieser Nacht so lau

Nur in der Brust.

 

Dorothy Parker

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Die gute Traditon des alljährliche Abschlussschreiben ist nun auch schon wieder eine Woche her. Die Zeit vergeht wie im Flug und wir rauschen dem neuen Jahr in einem rasanten Tempo entgegen. Aber ich möchte nicht versäumen meinen Mitschreibern für ihr Erscheinen zu danken. Das vergangene Jahr war hektisch und mit vielen Aktivitäten angefüllt. Einige haben Bücher geschrieben, ihre Jobs gewechselt, eine Ausbildung gemacht, und doch haben wir uns in dem Teufelskreis aus Alltäglichem und Besonderem nicht aus den Augen verloren.

Ich möchte mich bei Euch allen bedanken! Bei denen, die mit mir geschrieben haben, die mich aufgemuntert und inspiriert haben! Ich wünsche mir für das neue Jahr, dass wir unsere Schreibtreffen wieder beleben und uns öfter treffen, als nur zum Ende des alten Jahres.

Vielen Dank auch an die Leser meines Blogs!

Es freut mich, wenn ich Euch mit meinen Texten und Tipps eine Freude bereiten und Euch inspirieren kann. Ich wünsche Euch allen eine besinnliche Zeit – ohne Hektik, Stress und Sorgen! Genießt die stille Zeit für Gespräche mit Freunden und Familie. Es gibt nichts, dass wichtiger wäre.

Lasst das alte Jahr Revue passieren. Freut Euch an euren Erfolgen! Macht Pläne für das neue Jahr! Mögen sie alle gelingen!

Viele liebe Grüße, eine gute Zeit und ein freudiges, erfolgreiches neues Jahr!

Eure Caroline

∗∗∗∗∗

Und nun die Geschichte, die bei unserem Schreibtreffen entstanden ist:

Rot ist das neue Grün

Die Worte für meine Geschichte: schlittern, Rot ist das neue Grün, Schal, Melancholie, Glühweinstand, erotisch

„Rot ist das neue Grün!“

Sanne sieht mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. Ich drehe mich vor dem hohen Spiegel der Boutique von links nach rechts und finde es einfach göttlich. Dieses knallrote Seidenkleid, mit den winzigen Spagettiträgern, auf denen kleine Strasssteinchen glitzerten. Es schreit: sieh mich an! Ich bin toll und du hast mich gehen lassen.

„Findest du nicht, dass das Fähnchen für eine Weihnachtsfeier mehr als ungeeignet ist?“

„Ist es“, gebe ich zu, „aber das ist nicht der Punkt. Ich will, dass Andy sieht was ihm entgeht. Mein erotisches Potenzial ist er schöpft hat er gesagt!“, ich spürte wie der Zorn wieder in meinem Bauch rumorte. „Eine absolute Unverschämtheit. Dabei war ich diejenige welche … .“

Ich brach ab. Sanne kannte die Geschichte zur Genüge.

„Ich weiß“, seufzt sie, „aber du solltest dir einen Schal dazu gönnen, bei diesen Temperaturen und dann am Glühweinstand, ich weiß ja nicht.“

Ich gehe zurück in die Umkleidekabine und ziehe den Vorhang geräuschvoll zu. Sanne war meine beste Freundin, aber ich würde Andy zeigen, was er verpasste.

„Ich habe genau gesehen, dass du die Augen verdreht hast!“, sage ich und lasse das Fähnchen von meinem Körper gleiten.

Vor dem Spiegel der Umkleide, wirke ich nicht mehr so großartig, wie vor dem Prunkstück im Laden. Das macht vielleicht der weiße Baumwollslip Marke Schießer, denke ich, erotisch ist anders. Ich ziehe meine Strumpfhose hoch und streife das Angoraunterhemd über. Wenn Andy mich so sehen könnte, würde er den Kopf schütteln.

„Du magst ja heiße Ideen haben, aber deine Klamottenwahl ist eine Katastrophe“, sagte er mir bei unserem letzten Treffen. Wenn ich daran denke, platze ich jetzt noch vor Wut. Er lud mich zum Essen ein, schleppte mich in ein sündhaft teures Hotel, als Chef eines internationalen Unternehmens kann er es sich leisten, und wir hatten unglaublichen Sex.

Danach zog er sich an und sagte, „ach übrigens, das war unser letztes Mal.“ Bei diesen Worten stand er vor dem Spiegel und band sich die teure Krawatte. Hätte mich die Ankündigung nicht so unerwartet getroffen, hätte ich ihn damit im Affekt erwürgt. Und ich wäre damit durchgekommen. So saß ich nur da und schnappte nach Luft.

„Bis Montag“, sagte er leichthin, ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen, bevor er ging „und bitte vergiss nicht immer den Zucker in meinem Kaffee.“

„Was ist? Bist du fertig?“, reißt mich Sannes dumpfe Stimme, hinter dem Vorhang, aus meinen Gedanken.

„Gleich, nur noch die Stiefel zubinden.“

Ich trete aus der Kabine.

„Und, willst du das Kleid wirklich kaufen?“, sie sieht mich skeptisch an, „das Teil kostet ein Vermögen, für so wenig Stoff.“

Ich zögere einen Moment. Dann hänge ich das rote Kleid zurück an den Kleiderständer.

„Du hast recht. Ich würde mir mit dem Ding den Tod holen, und Andy würde sich noch über mich lustig machen.“

Ich hake Sanne unter und steuere mit ihr Richtung Ausgang.

„Gute Entscheidung“, stelle sie fest, „wollen wir noch einen Kaffee trinken gehen?“

„Klar, ich lade dich ein. Immerhin habe ich gerade 450 Euro gespart“, sage ich und lächelte.

Mit Andy bin ich noch lange nicht fertig. Um sein Leben in eine Eisbahn zu verwandeln und ihn in sein Unglück schlittern zu sehen, brauche ich kein rotes Kleid. Dazu reicht ein Anruf beim Steuerprüfer. Ach Andy, denke ich, Mann soll es sich nie mit seiner Sekretärin verderben.

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1000 Beiträge eingestellt. Es hat einige Zeit gedauert – tatsächlich inzwischen Jahre. Aber ich habe tatsächlich, unbemerkt von mir selbst, 1000 Beiträge im „Schreiberleben“ veröffentlicht. Den Blog habe ich damals angefangen, um wenigstens ein paar meiner Texte zu veröffentlichen. Mein Motto: wenn sich nur ein Leser findet, dem die Texte Spaß machen und dem ich eine kleine Freude machen kann, dann hat der Text sein Ziel erreicht.

Zu meiner Freude ist es nicht bei einem Leser geblieben. In den Jahren haben sich einige Leser zu meinem Blog gesellt und meine Texte gelesen. Ich habe Bücher geschrieben, habe an Lesungen mitgewirkt, bin auf Buchmessen gegangen, habe Schreibkurse geleitet und viele tollte Menschen kennengelernt, die so wie ich, schreiben und/oder Spaß an Geschichten und Gedichten haben.

All denen, die meine Texte in den letzten Jahren gelesen haben, möchte ich ein herzliches Dankeschön aussprechen und hoffe, dass ihr weiterhin viel Spaß an meinen Texten haben mögt.

Für die Leser dieses 1001 Beitrags gibt es ein kleines Outing. Unter dem Pseudonym Cat Monroe habe ich einen Band mit erotischen Kurzgeschichten im Moments Verlag veröffentlicht. Die Geschichten gibt es als E-Book und als Taschenbuch, auf das ich sehr stolz bin. Die Zusammenarbeit mit dem Verlag war sehr angenehm und ich wurde/werde toll unterstützt.

Wenn alles klappt, gibt es bald eine weitere gute Nachricht zu verkünden. 🙂

Liebe Freude und Leser meines Blogs, danke schön für euren Zuspruch und euer Interesse!

Eure Caro

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„Wenn dich jemand nötigt eine Meile mit ihm zu gehen, so gehe mit ihm zwei.“ Dies ist ein Zitat aus der Bibel. (Mat 5:14) So hart möchte ich es nicht ausdrücken. Statt nötigen setze ich bitten ein.

„Wenn dich jemand bittet eine Meile mit ihm zu gehen, so gehe mit ihm zwei.“

Die Einstellung „mehr tun als erbeten“ findet man heute selten. Bitten ist möglich, aber ob sich jemand deines Wunsches annimmt oder gar bereit ist mehr als das Erbetene zu tun ist fraglich.

In der Mehrzahl der Fälle habe ich festgestellt, dass nur die „Aufgabe“ erfüllt wird und keinen Deut mehr. Freiwillig etwas zu tun oder mehr als das Nötige ist so besonders, dass es tatsächlich wert scheint das abzufeiern.

Natürlich gibt es diejenigen, die den Hilfsbereiten ausnutzen und sich auf seinem Rücken ausruhen oder die, die nicht lernen wollen Dinge selbst zu tun. Aber von diesen soll an dieser Stelle nicht die Rede sein und ich bin nicht dafür, dass Faulheit und Dreistigkeit unterstützt werden sollen. Man darf auch „Nein“ sagen.

Doch ist es wirklich so schwierig, die eigene Komfortzone störend, mit offenen Augen durch den Tag zu gehen und anderen einen Gefallen zu tun, wenn sie darum bitten oder wenn man sieht, es braucht nur eine Handreichung, um jemand glücklich zu machen? Und das ohne Augen verdrehen und stöhnen, oder gleich gefeiert werden zu wollen?

Die Hilfsbereiten, Bescheidenen tun das sowieso nicht. Sie fassen mit an und brauchen keine Orden. Allerdings kann man es ihnen nicht verübeln, wenn sie sich ausgenutzt vorkommen und ebenfalls keine zwei Meilen mehr gehen wollen. Die Folge davon, es trifft die Falschen.

Wenn jeder bereit ist (in seinem Maß) zwei Meilen zu gehen und für die geleistete Hilfe dankbar ist (und es auch zeigt), dann wird das Zusammenleben um vieles leichter und angenehmer. Wenn wir Gutes tun, erhalten wir immer etwas zurück.

Freude, die man teilt, verdoppelt sich.

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Unfassbar! Wie cool ist das denn? Ich wurde von meinem neuen Verlag eingeladen auf der Buchmesse in Leipzig nächstes Jahr meine Buch (Bücher?) zu signieren!!!

Die wichtigste Frage nach: Wann ist der Termin, wo soll ich übernachten? ist: Was ziehe ich an? Natürlich *g*. Frauen könnte Mann sagen. Allerdings signiere ich keinen Fantasyroman oder Krimi, sondern erotische Kurzgeschichten. Nicht, dass jemand auf den Gedanken von schwarzer Spitze, wahlweise roter kommt. Das ist eher etwas für die Stories oder drunter *g*. Aber ein nettes kleines Schwarzes und bequeme Pumps, das wäre doch was?! Das zieht die nächste Frage nach sich – bequem und Pumps – ein Paradox?

Egal! Jetzt sonne ich mich erst einmal in dem super tollen Gefühl als Autorin eine Signierstunde zu geben. Die Sache mit dem Outfit werde ich in meiner Euphorie auch noch in den Griff kriegen!

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R.I.P Liebe

Bild18

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