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Archive for Februar 2019

…höre ich in den letzten Tagen (inzwischen Wochen) immer wieder. Und doch quäle ich mich. Klar, solche Krisen habe ich schon öfter erlebt. Bis jetzt kam irgendwann der Punkt an dem es weiterging und ich mich wieder an meine Texte gesetzt habe. Dennoch ist es diesmal beinah substanziell.

Ich habe im letzten Jahr, Anfang des Jahres, ein Buch geschrieben, korrigiert und es wurde veröffentlicht. Dann habe ich den Rest des Jahres mit dem Schreiben meines Fantasyromans verbracht. Knapp 800 Seiten. Ich habe jeden Tag geschrieben, vor der Arbeit, eineinhalb Stunden, nach der Arbeit, nachmittags oder abends, neben Hausarbeit, Familie, zweitem Job… Ich bin froh, dass ich es geschafft habe und stolz auf das Ergebnis, aber es hat von mir gezehrt.

Die Ideen für den folgenden Roman sind da – aber leider kann ich nicht einfach weiter schreiben. Ich muss mich an die Korrektur setzen. Und neben allem habe ich das Gefühl die Zeit läuft mir davon. Ich bin hin- und hergerissen von der Einsamkeit des Schreibens, das ich im letzten Jahr erlebt habe, davon meinen anderen Interessen nicht nachgegangen zu sein, darauf zu warten, dass mein letzter Roman aus dem Lektorat zurückkommt und bis heute noch nicht da ist, meine sozialen Kontakte vernachlässigt zu haben …

Ich suche nach einer neuen Perspektive, einem Restart. Wie kann ich mich (noch) besser organisieren? Muss ich um ein gelesener Autor zu sein, alles opfern? Wie kann ich erfolgreich schreiben und trotzdem leben?

Wenn ich morgen sterbe würde, was bliebe? Habe ich dann als letzten Gedanken „ich habe meinen Roman nicht zu Ende geschrieben“ oder „ich habe gelebt“?

Seit ich mit dem Schreiben angefangen habe, liebe ich es und ich tue es immer noch. Gerade ist der Spaß etwas auf der Strecke geblieben. Es ist einzig zielorientiert. Mir fehlt die Leichtigkeit und das Spielerische. Das Schreiben um des Schreibens will und nicht um des Ergebnisses willen. Schreiben ist meine Leidenschaft und es ist eine eifersüchtige Geliebte. Und trotz meiner Liebe zum Schreiben ist das, was mehr zählt, meine Familie und das Leben an sich.

Vergange Liebe ist bloß Erinnerung. Zukünftige Liebe ist ein Traum und ein Wunsch. Nur in der Gegenwart, im Hier und Jetzt, können wir wirklich leben.                                                                           

Buddha

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Brickdale_Eleanor_Fortescue_1908

June is Dead, Eleanor Fortescue, 1908

Rosentod

 

Da lagst du unter den gelben Rosen

Die zarten Blätter dufteten süß

Deine hellen Sternenaugen geschlossen

Die weißen Flügel zerbrochen

*

Neugier trieb dich weit hinaus

Einmal schauen was dort unten ist

Sahst in den tosenden Abgrund

Stürztest bodenlos in unseren Garten

*

Weiche Federn von Dornen aufgespießt

Blutstropfen rot wie Splitter von Rubin

Färbten deine Jungenwangen rosa

So fand ich dich unter den gelben Rosen

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