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Archive for Februar 2019

Beim letzten Mal habe ich euch von meiner Schreibflaute erzählt. Ich habe das Gefühl, sie frischt langsam auf 🙂 . Ein Grund dafür ist meine 14 jährige Nichte Celine. Als sie mit meinem Bruder bei uns zu Besuch war, langweilte sie sich. Da ich nach der Fertigstellung meines Romans eine fantastische Geschichte für Jugendliche begegonnen hatte (die ebenfalls der Flaute zum Opfer fiel.), dachte ich, da habe ich doch einen Testleser direkt vor der Nase, und fragte sie, ob sie etwas von mir lesen möchte.

Celine liebt Fantasy und Lesen. Drachen, Harry Potter, Eragon usw. Besonders Elfen stehen hoch im Kurs. Gedacht getan. Ich gab ihr die ersten 35 Seiten der Geschichte. Ruckzuck waren die Seiten gelesen. Auf die Frage, ob es ihr gefallen hat, kam nur: und wie geht es jetzt weiter?

Die Antwort will ich ihr nicht länger schuldig bleiben und habe in den letzten Tagen die ersten weiterführenden Zeilen geschrieben und Notizen gemacht. Außerdem habe ich Celines „Verbesserungen“  berücksichtigt. Die Antagonsitin soll eine Hexe sein, aber Celine meinte, Zauberin hörte sich besser an – etwas das ich mir auch schon überlegt hatte – interessant, oder?!

Schmunzeln musste ich bei Celines Frage nach Aris. Er spielt eine Hauptrolle und meine Protagonistin Grace verliebt sich in ihn. Bei der Auswahl meiner Figuren habe ich oft Schauspieler in bestimmten Rollen im Kopf. Ihre Art sich zu geben und zu bewegen. Bei Aris ist das auch der Fall. Ich habe ihr also Aris „Setkarte“ gezeigt – an welchen  Schauspieler ich dachte und dass er ein Elbenprinz ist. Celine kennt den Schauspieler und war ganz begeistert. Gut ausgesucht! Punkt für mich!

Und so bin ich heute morgen pünktlich um halb sieben (seit langem das erste Mal) aus dem Bett gefallen, um zu schreiben (Es mag auch daran liegen, dass es langsam morgens nicht mehr so dunkel ist?).

Endlich fühlt es sich wieder richtig an. Ohne gezwungen zu sein. Denn immerhin will ein Leser zufriedengestellt werden. Und das ist doch die vornehmste Aufgabe eines Autors.

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…höre ich in den letzten Tagen (inzwischen Wochen) immer wieder. Und doch quäle ich mich. Klar, solche Krisen habe ich schon öfter erlebt. Bis jetzt kam irgendwann der Punkt an dem es weiterging und ich mich wieder an meine Texte gesetzt habe. Dennoch ist es diesmal beinah substanziell.

Ich habe im letzten Jahr, Anfang des Jahres, ein Buch geschrieben, korrigiert und es wurde veröffentlicht. Dann habe ich den Rest des Jahres mit dem Schreiben meines Fantasyromans verbracht. Knapp 800 Seiten. Ich habe jeden Tag geschrieben, vor der Arbeit, eineinhalb Stunden, nach der Arbeit, nachmittags oder abends, neben Hausarbeit, Familie, zweitem Job… Ich bin froh, dass ich es geschafft habe und stolz auf das Ergebnis, aber es hat von mir gezehrt.

Die Ideen für den folgenden Roman sind da – aber leider kann ich nicht einfach weiter schreiben. Ich muss mich an die Korrektur setzen. Und neben allem habe ich das Gefühl die Zeit läuft mir davon. Ich bin hin- und hergerissen von der Einsamkeit des Schreibens, das ich im letzten Jahr erlebt habe, davon meinen anderen Interessen nicht nachgegangen zu sein, darauf zu warten, dass mein letzter Roman aus dem Lektorat zurückkommt und bis heute noch nicht da ist, meine sozialen Kontakte vernachlässigt zu haben …

Ich suche nach einer neuen Perspektive, einem Restart. Wie kann ich mich (noch) besser organisieren? Muss ich um ein gelesener Autor zu sein, alles opfern? Wie kann ich erfolgreich schreiben und trotzdem leben?

Wenn ich morgen sterbe würde, was bliebe? Habe ich dann als letzten Gedanken „ich habe meinen Roman nicht zu Ende geschrieben“ oder „ich habe gelebt“?

Seit ich mit dem Schreiben angefangen habe, liebe ich es und ich tue es immer noch. Gerade ist der Spaß etwas auf der Strecke geblieben. Es ist einzig zielorientiert. Mir fehlt die Leichtigkeit und das Spielerische. Das Schreiben um des Schreibens will und nicht um des Ergebnisses willen. Schreiben ist meine Leidenschaft und es ist eine eifersüchtige Geliebte. Und trotz meiner Liebe zum Schreiben ist das, was mehr zählt, meine Familie und das Leben an sich.

Vergange Liebe ist bloß Erinnerung. Zukünftige Liebe ist ein Traum und ein Wunsch. Nur in der Gegenwart, im Hier und Jetzt, können wir wirklich leben.                                                                           

Buddha

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Brickdale_Eleanor_Fortescue_1908

June is Dead, Eleanor Fortescue, 1908

Rosentod

 

Da lagst du unter den gelben Rosen

Die zarten Blätter dufteten süß

Deine hellen Sternenaugen geschlossen

Die weißen Flügel zerbrochen

*

Neugier trieb dich weit hinaus

Einmal schauen was dort unten ist

Sahst in den tosenden Abgrund

Stürztest bodenlos in unseren Garten

*

Weiche Federn von Dornen aufgespießt

Blutstropfen rot wie Splitter von Rubin

Färbten deine Jungenwangen rosa

So fand ich dich unter den gelben Rosen

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