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Archive for September 2017

Hinter den Schatten

„Hinter den Schatten geht es weiter“, hörte ich die sanfte Stimme und spürte einen leichten Druck.

Ich wollte mich Bewegen, aber meine Füße rührten sich nicht vom Fleck.

„Woher“, begann ich.

„Vertraue mir“, sagte er und seine Stimme schmeichelte sich noch intensiver in meine Gedanken.

Wie gerne wollte ich es. Wollte glauben, dass hinter dem bedrohlichen Dunkel etwas besseres auf mich wartete. Doch ich konnte die Kälte der schwarzen Wand vor mir förmlich mit Händen greifen. Und wie sehr ich ihn auch liebte, der Schrecken, der von der Finsternis ausging, ließ alle Alarmglocken in meinem Kopf schrillen und lähmte mich.

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Der Hexenturm

Das erste, das mir auffiel, als wir uns dem Turm näherten, war die außergewöhnliche Stille. Kein Ton war zu hören. Es schien, als gäbe es kein lebendes Wesen in der Nähe des Turms. Nicht einmal der Wind gab ein Geräusch von sich. Dafür hörte ich meinen Herzschlag, wie Donnerhall in meinen Ohren und fragte mich angstvoll, ob sie ihn auch hören konnten. Mein Verstand schrie mich an umzudrehen und fortzulaufen, doch meine Füße folgten Aramis. Die Angst legte sich wie ein Eisenpanzer um mein Herz. Jeder Schritt kostete mich Mühe und mein Körper wurde immer schwerer. Ich fragte mich, woher Aramis den Mut nahm ohne zu zögern einen Fuß vor den anderen zu setzen. Ich wusste, wie man Hexen tötete, das war mein Beruf, meine Begabung sozusagen, doch so viel Bosheit, wie sie der Turm ausstrahlte hatte ich noch nie erlebt. Sie griff mit spitzen eisigen Fingern nach mir und wollte sich in mein Herz bohren. Das durfte niemals geschehen.

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Sommer im Treibhaus

Die Hitze lastete wie ein Mantel aus Blei auf der kleinen Stadt, in der jeder jeden kannte und die selten einen Fremden zu sehen bekam. Doch genau auf dem Höhepunkt der nervenzehrenden Schwüle hielt ein Wagen auf der Hauptstraße vor dem einzigen Hotel. Seine Ankunft wurde kaum bemerkt. Jeder, der in der Lage war sich zurückzuziehen, hatte sich einen möglichst schattigen Platz gesucht und hielt Siesta.

Der Fremde holte eine Reisetasche aus dem Kofferraum. Er stieg die drei Stufen zur Veranda hinauf, öffnete die Tür und trat ein.

Jimmi Shulman, einer der wenigen, die ihn ankommen sahen, berichtete später, dass die Kälte, die der Mann ausstrahlte, ihn derart erschütterte, dass er das Gefühl nicht loswurde eine eisige Klammer hätte sich um sein Herz gelegt.

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Willkommen in Eden

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13 a. Das versteckte Geschlecht

Bild13A das versteckte Geschlecht

13b.

Bild13B

 

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Hier drei neue Bilder aus meiner Schneidewerkstatt:

10. Memento Mori – Gedenke zu sterben

Bild10 Memento Mori

 

11. Hinter den Masken – gewogen und zu leicht befunden

Bild11 Masken

 

12. Eine Hand wäscht die andere – Sex/Macht – Manipulation

Bild12 Eine Hand wäscht die andere

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Ich befand mich auf dem Heimweg, als ich das Mädchen zum ersten Mal sah. Sie ging langsam an den Häusern unseres Viertels vorbei und schaute sich die Vorgärten und Fassaden an, als suche sie etwas. Mir fiel ihre altmodische Kleidung auf. Sie trug ein Spitzenkleid, dass ihr bis auf die Knöchel fiel und dazu Schnürstiefelchen. Ihre Haare waren in einen dicken Zopf geflochten. Ich dachte, sie könnte aus einem alten Film entsprungen sein.

Unerwartet blieb sie vor einer Villa stehen. Ein wunderschönes Haus, übriggeblieben aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts. Manchmal, wenn der merkwürdige Besitzer nicht zu Hause war, waren wir mutig und spielten in dem großen Garten mit den alten Bäumen. Das Mädchen legte die Hand auf die Klinke der Eingangspforte. Noch ehe ich sie vor dem Besitzer warnen konnte, war sie schon durch den Spalt geschlüpft und verschwunden.

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