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Archive for Juli 2015

Ein interessanter Blick – Blickwinkel – Blick aus dem Dunkeln – inspiriert zu einem Text, dazu wunderschöne Handwerkskunst 🙂

Michael Ludwig/Köln - Charaktere - skizzierte und gemalte Portraits - ....mehr als nur gefällig

……….und wieder ein Kontrast

Titel:

„Blick aus dem Dunkel“

( Malerei (painting/peinture), Acryl/20*23cm),
Portrait einer jungen Frau,

gemalt in dieser Woche;
im Hinterkopf die Möglichkeit,
„Schmuck am Menschen-Bild“
zu präsentieren.

Hier die Fotos vom Bild:
(mit ein wenig Lifstyle/selbstkreierter Schmuck aus Lavez- oder Speckstein, zwei Anhänger-Varianten)

Blick aus dem Dunkeln Blick aus dem Dunkeln

.............mit farblich kontrastreichem Anhänger, Lavezstein und Muschel ………….mit farblich kontrastreichem Anhänger, Lavezstein und Muschel

......mit Anhänger Lavezstein schwarz-weiß und rosa Einsatz ……mit Anhänger Lavezstein schwarz-weiß und rosa Einsatz

Schmuckplatzierung mal anders... .. Schmuckplatzierung mal anders…

Bis Bald,

mit Neuem…….Weiterentwickeltem…

Lieben Gruß,
wir sehen uns,

Michael – LUMICdesign

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Ich stand am Rand der Welt. Blickte auf das nachtschwarze Meer. Still lag es da. Nur ein leises Plätschern zeigte seinen Herzschlag an. Es hatte gebrüllt, getobt, gekämpft und zerstört. Es hatte allen Schmutz, alle Bosheit hinweggespült. Ich allein war übrig geblieben und vor mir lag das Meer, wie ein dunkler schimmernder Spiegel. Ich hatte keine Angst, doch meine Traurigkeit war so tief, wie die ewige See vor mir.

Mein Blick hob sich gegen den Himmel. Mein einsames Herz bat um ein Wunder. Da löste sich ein leuchtender Punkt aus dem Sternenmeer und raste dem Boden entgegen. Erschrocken verfolgte ich seine Bahn. Immer heller strahlte er, einen langen Schweif aus Funken hinter sich her ziehend. Ich glaubte, einen Schrei zu hören. Dann entzog sich das Licht meinen Blicken.

Ich wendete mich um und lief in die Richtung, in der ich die Absturzstelle vermutete. Am Rande eines großen Erdlochs blieb ich stehen. Neugierig blickte ich hinab und hielt den Atem an. Am Grund der Grube lag ein Wesen. Zusammengekrümmt, mit Schmutz überzogen, der ein weiches Leuchten nicht völlig überdecken konnte. Es rührte sich nicht. Niemand hätte diesen feurigen Sturz überlebt.

Da! Eine winzige Bewegung. Ich starrte wie gebannt auf den Körper unter mir. Wieder eine Bewegung. Was sollte ich tun? Hinunter klettern oder abwarten? Jäh schoss der Körper in die Höhe und erhob sich in die Luft. Der Schmutz fiel von ihm und prasselte auf mich herab. Das Leuchten vervielfachte sich und blendete mich. Ich senkte den Blick, schützte meine Augen mit den Händen.

„Wer bist du!“, donnerte das Geschöpf.

Angst breitete sich in meinem Körper aus. Lange hatte ich sie nicht mehr gefühlt, aber meine Zellen erinnerten sich. Es schwebte näher.

„Antworte!“

Die Stimme wurde noch lauter, tat meinen Ohren weh. Ich wollte ihm meinen Namen nicht sagen. Bevor er noch ein Wort erwidern konnte, löste sich ein weiterer lohender Punkt aus dem nächtlichen Lichterlabyrinth und stürzte auf uns zu.

„Nein! Dazu hast du kein Recht“, schrie das Wesen in den Himmel hinein und löste sich auf.

Nur ein dunkles Glimmen blieb an der Stelle, an der ich es gesehen hatte. In dem Moment schlug der zweite Feuerball, nicht weit von mir, auf den Boden.

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Nur einen Kuss. Ich sehe deinen wundervollen Mund. Die leicht geschwungenen Rundungen deiner Oberlippe, deine sinnlich volle Unterlippe. Er zieht meinen Blick magnetisch an. Ich kann an nichts anderes denken, mir nichts anderes vorstellen, wünschen. Nur einmal. Nur einen Kuss. Dich einmal küssen. Dir mit diesem Kuss alles sagen, was ich fühle und du würdest niemals wieder eine andere Frau küssen wollen.

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Andrew hielt mich zwischen seinem Körper und der Wand des Wohnwagens gefangen. Vor zwei Minuten hatte er mir noch galant aus der Riesenradgondel geholfen.

„Ach komm, stell dich nicht an. Du machst mich doch schon seit Wochen an.“

Sein heißer Atem streifte meine Wangen. Ich roch den Alkohol. Ganz ruhig bleiben, schoss es mir durch den Kopf, nicht provozieren. Eine hallende Stimme pries gerade eine noch schnellere Fahrt des Stormriders an.

„Ich glaube, du hast da was falsch verstanden“, sagte ich und versuchte bestimmt zu klingen.

Andrew lachte. Er presste mich mit einem Ruck hart gegen den Wohnwagen und schob eine Hand unter mein Shirt. In mir ballte sich die Angst zusammen. Übelkeit kroch meine Kehle hinauf.

„Ich schätze du verstehst das falsch! Du kannst einen Kerl nicht anmachen und ihm dann die Belohnung vorenthalten.“

„Ach! Kann sie nicht?!“

Die Stimme klang hart. Andrew ließ mich los und fuhr herum. Niemand war zu sehen.

„Wo bist du zeig dich!“, brüllte Andrew.

Ich nutzte die Gelegenheit und schob mich Schritt für Schritt von Andrew weg. Nur noch ein Stück, dann war ich außer Reichweite und konnte laufen.

„Du willst nicht, dass ich das tue.“

Die Stimme jagte mir Schauer über den Rücken.

„Feigling“, schrie Andrew außer sich.

Dann hörte ich ein Geräusch, das ich nie wieder vergessen sollte. Es waren die Geräusche brechender Knochen. Andrew schrie wie am Spieß. Ich rannte nach Hause, ohne mich umzudrehen.

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Nach dem Bild: Furcht vor dem Großen, von Michael Ludwig

Ich falle
In den Schatten
Stürze in den Abgrund
Niemand der mich sieht
Keine Hand
Die meine hält
Einsamkeit
Zerstörte Hoffnung
Verbranntes Herz

In einer Illusion
Von Dämmerung
Trifft mich ein Strahl
Leuchten blendet
Den stumpfen Blick
Eingehüllt in Silber
Dunkler Geist
Namenlos
Versprichst mir
Alles oder Nichts

Linderst den Schmerz
Gibst deinen Anteil
Forderst
Einen hohen Preis
Das Feld der Ehre
Nimmt die Seele
Für ein Trugbild
Täuschungen
Sind harte Währung

Ich lehne ab
Erhebe mich
Aus Staub und Asche
Verletzt
Doch nicht gebrochen
Verschmäht
Doch immer Ich
Bin frei
Geh meinen Weg

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Schaut euch dieses Bild an und lasst euch inspirieren!!! Es ist toll. Ich kann mir vorstellen, dass dadurch einige sehr interessante Texte entstehen könnten.

Liebe Grüße Caro

Michael Ludwig/Köln - Charaktere - skizzierte und gemalte Portraits - ....mehr als nur gefällig

Heute Malen, irgendwie Anders…….

………….Der Abend, Lust auf Malen (drawing)
Das Thema begleitet mich seit einer Woche:

„Wie ist es, wenn uns das Große begegnet,
nicht gleich von Körper und Handeln?“
Furcht……….Vertrauen, vielleicht Beides…….!?

Auch wenn ich „EINE“ Form gewählt habe,
beziehe ich dies auf alle Formen des Glaubens….

Und wie umsetzen: volles Gefühl reinlegen und..

Fläche mit den Fingern malen (Acryl-Farbe)
– inspiriert durch die Technik meiner Freundin Monika,
„https://energiebilder.wordpress.com/“
Vorbeischauen lohnt sich…-

Verbinden mit dem Meinen,
so Akzente mit dem Pinsel setzen
und ein wenig Wisch-, besserTupftechnik

mein Bild, meine Malerei

Furcht vor dem Großen Furcht vor dem Großen

Gute Nacht
                          und einen schönen Tag

                             Michael

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Für Alfred Walther Heymel, Dezember 1907, Rilke

Tage, wenn sie scheinbar uns entgleiten,
gleiten leise doch in uns hinein,
aber wir verwandeln alle Zeiten;
denn wir sehnen uns zu sein…

Blick von meinem Schreibtisch aus

Blick von meinem Schreibtisch aus

Tage wie dieser – mit unglaublich blauem Himmel, weißen Wattewolken, frisch gereinigter Luft, nach einem nächtlichen Donnerwetter, am PC sitzen und schreiben, die unangenehmen Dinge alle erledigt, Wohlfühlmusik im Hintergrund und eine Tasse Milchkaffee – gibt es Besseres? Einfach sein. Nur gerade im Hier und Jetzt. Dahingleiten, in den Tag hineingleiten. Ohne Hektik tun, was sich ergibt. Gedanken und Träumen nachhängen. Einfach sein, ohne sein zu müssen. Ich möchte diesen Moment festhalten. Er ist flüchtig, wie das Glück. Doch in mir hat er einen leuchtenden Abdruck hinterlassen.

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Die Zugtüren glitten zusammen, noch einen kurzen Moment, dann setzte sich der Zug in Bewegung. Ich stand auf dem Bahnsteig, sah ihn hinter der Tür, groß, breitschultrig, ernst. Tausend Gedanken gingen mir bei seiner Abschiedsumarmung durch den Kopf. Ich konnte keinen in Worte fassen.
„Ich liebe dich!“, schrie ich dem Zug hinterher.

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– Was wäre wenn ich nicht einsteige? – Unschlüssig stehe ich auf dem Bahnsteig und blicke auf die Anzeigentafel. Rechts fährt mein Zug zur Arbeit, links ein Zug Richtung Köln. – Von dort ist es nicht mehr weit bis nach Aachen und von da nach Zeeland. Ein Tag am Meer und nicht in diesem blöden, stickigen Büro mit dem ewig schlechtgelaunten Chef. Einen Tag mir den Wind um die Nase wehen lassen. Ich habe alles dabei. Kreditkarte, Laptop, Schreibzeug. Den Rest kann ich kaufen. – Der Zug zur Arbeit hält. Leute steigen aus, andere ein. Das typische Montagmorgengewusel. Mein Herz schlägt schneller. Jetzt kann ich noch einsteigen. Die Türen schließen sich, der Zug fährt los. Ich sehe ihm nach. Der Zug nach Köln läuft ein. Ich steige ein und bin plötzlich ganz ruhig. – Das hätte ich schon lange tun sollen. –

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„Refugium für Schriftsteller, ruhige Zimmer, lang oder kurzfristig zu mieten. Gemeinsames Dinner, kein Gesellschaftszwang.“

Ich lese die Zeilen der Annonce ein weiteres Mal. Das ist die Gelegenheit. Endlich raus hier. Keiner der anruft, der plötzlich vor der Tür steht und mir sein Herz ausschütten will. Kein Chef, der Doppelschichten fordert, weil wir uns mit dem Geschäft identifizieren müssen. Ich zögere. Das Geld das mir mein Bruder Frances hinterlassen hat, ist meine einzige Sicherheit. Andererseits, wenn nicht jetzt, wann dann? Ich will endlich meinen Roman schreiben, ohne mich um den ganzen Alltagskram zu kümmern.

No risk, no fun, höre ich meinen Bruder sagen. Das war sein Motto. Nur wer etwas riskiert, muss sich am Ende nicht die Frage stellen, was wäre gewesen wenn … . So lebte er und so starb er, viel zu früh und ließ mich mutterseelenallein zurück.

Ich nehme den Telefonhörer ab und wähle die Nummer unter der Annonce. Frances wäre stolz auf mich. Er glaubte an mein Talent und ich will ihn nicht enttäuschen.

„Hallo, Pension Morgan, mein Name ist Sandy, was kann ich für sie tun?“, fragt eine angenehme Frauenstimme.

„Guten Tag“, mein Herz schlägt eine Spur schneller, „mein Name ist Lea Wynter. Haben sie die Anzeige in der „Post“ aufgegeben? Refugium für Schriftsteller.“

„Ja, da sind sie hier richtig.“

„Ich würde gerne eins ihrer Zimmer mieten und wollte mich nach den Preisen erkundigen.“

Die nette Dame am anderen Ende nennt mir verschiedene Preiskategorien. Bei der günstigsten Variante würde mein Geld für acht Monate reichen. Ich könnte ein halbes Jahr schreiben und die letzten zwei Monate dazu nutzen mir einen neuen Job zu suchen, falls es nicht klappt.

„Danke für die Information. Ich entscheide mich für Kategorie D. Hätten sie etwas frei?“

„Sie haben Glück. Ende der Woche wird ein Zimmer frei. Also … .“

Ich unterbreche Sandy aufgeregt.

„Ich nehme es. Das Zimmer. Kann ich am Montag anreisen?“

Sie hat ein angenehmes Lachen.

„Natürlich. Aber sie müssen nichts überstürzen.“

„Oh, das tue ich nicht“, sage ich, „ich nutze nur die Chance.“

„Das freut mich für sie, Miss Wynter. Würden sie mir ihre E-Mail-Adresse und ihre Telefonnummer durchgeben? Dann schicke ich ihnen die Unterlagen gleich zu.“

„Super.“

Ich gebe Sandy die gewünschten Informationen und verabschiede mich.

Jetzt werde ich einige weniger angenehme Telefonate und Gespräche führen müssen – aber wenn sich eine Tür von alleine öffnet, soll man hindurchgehen. Das mit dem Eintreten klappt nicht immer.

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