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Archive for Mai 2012

Meine Erinnerungen sind ein Stein hinter mir … Wobei sie wohl eher vielen kleinen Kieseln gleichen, die ich auf dem Weg verloren habe, manchmal ausversehen und manchmal absichtlich, weil ich sie nicht mit mir herumtragen wollte.

Allerdings habe ich auch noch einen Sack mit Kieseln dabei. Schöne und Schlechte. Einige Liebgewordene, wie die Geburten der Kinder, die Urlaube, die schönen gemeinsamen Tage. Andere lasten auf mir, die ich trotz aller Bemühungen nicht abwerfen konnte. Vielleicht sollte ich innehalten und ein Steingrab für sie schaffen, – sie endlich freilassen, den Blick nicht nach hinten wenden, sondern auf die Sonne vor mir.

Es nütz nichts zu denken: was wäre wenn alles anders gekommen wäre? Einzig die Sonne zieht ihre Bahn … weiter dem Horizont entgegen … egal, was auch immer war, es liegt im Schatten, zu gedeckt von den Jahren, die vergangen sind.

Manchmal fällt ein Schlaglicht auf eine meiner Erinnerungen, und so schnell sie zu sehen war, wieder in der Vergangenheit zu versinken. Nichts ist geblieben. Nur wir zwei und die Kinder. Das ist es, was zählt. Ich sollte mich von der Last der Steine befreien. Das kann nur ich selbst tun, sonst niemand.

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„Wenn Bill (Sänger von Tokio Hotel) nicht mehr singen kann, bricht meine Welt zusammen. Dann dreht sich mein Leben um nichts mehr.“ Ich dachte, ich brech zusammen! Die Einstellung ist in meinen Augen einfach hohl. Aber besonders weil dieser Satz nicht von einem Teenager (was ich ja noch verstehen könnte) stammte, sondern von einer erwachsenen Frau, Mitte dreißig. Kann das wahr sein? Ist das der neue Geist? Haben die Menschen nichts Sinnvolleres, um das sich ihr Leben dreht, als eine Teenie Popband? Ich war und bin echt erschüttert.

Ich weiß nicht, ob meine Ziele oder Träume sinnvoller sind. Aber anderen Menschen zu helfen sich auszudrücken, ihnen die Freude am Schreiben näher zu bringen, die Wurzeln ihrer Fantasie zu entdecken, selbst zu schreiben ist sicher sinnvoller als für Bill Luftballons steigen zu lassen. Das Ganze ist einfach nur peinlich.

Die Familie, wenn man eine hat, sollte der Mittelpunkt sein, um den es sich dreht. Die Frau hatte auch Familie, zumindest einen Mann, aber scheinbar genügte er ihr nicht. Der arme Kerl begleitete seine Frau zu diesen Fantreffen und Konzerten (um sie im Auge zu behalten?). Er sagte in dem Interview, am liebsten würde er davon laufen. Kann ich verstehen. Ist schon starker Tobak, wenn man weiß, dass man weniger zählt, als ein paar halbwüchsige Popstars. Eigentlich sollte man als erwachsene Frau wissen, dass alles nur vorgegaukelte Träume sind.

Ich gaukele mir auch manchmal Träume vor. Weil es Spaß macht, manchmal auch weil ich Sehnsucht habe. Aber ich weiß es zumindest. Ich weiß was real und Traum ist, auch wenn ich ab und zu den Drang habe Grenzen zu überschreiten, weiß ich doch, dass das was dahinter liegt nur meine Fantasie ist. Nicht mehr und nicht weniger.

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Ich bin total im Rausch. Stehe unter Strom, wie aufgezogen. Sitze am PC schreibe, lese, fabuliere, fantasiere und vergesse die Zeit und alles andere. Als ob zwischen mir und dem Rest der Welt eine unsichtbare Mauer stünde. Kriege nicht mit, was mir jemand sagt, was im Fernsehen läuft oder was sonst alles passiert. Neben mir könnte eine Bombe einschlagen und ich würde es nicht merken.

Erst brannten die Nudeln an, der Topf ist hin, jetzt sind es die Kartoffeln. Eigentlich sollten es Pellkartoffeln werden, aber ich hab gleich den nächsten Schritt gemacht, Bratkartoffeln. Wenn das so weiter geht, gibt es demnächst nur noch kalte Küche und garantiert einen Familienstreik. Wie dem auch sei … nur der PC hört mein Seufzen, wenn mir wieder der Brandgeruch um die Nase weht.

Ist das Essen anbrennen lassen, nicht eigentlich das Klischee für`s verliebt sein? Wenn, dann bin ich mächtig verliebt in die Muse der Literatur. Diese launische Geliebte, die gibt und zurückhält, wie es ihr gefällt, ohne Rücksicht auf meine Gefühle. Sie verabreicht ihre Droge in unregelmäßigen Abständen, um sich meiner Unterwürfigkeit zu versichern … eine Droge, die süchtig macht (hast du erst reingeschnuppert gibt es kein zurück), aber keinem schadet. Es sei denn, man zählt die Kartoffeln dazu … bitte, verzeiht einer Schreibsüchtigen eure Brandwunden …!

 

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Inspiration

Inspiration existiert.

Sie muss dich nur bei der Arbeit finden.

 

Picasso

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Ich bin mit einer Freundin unterwegs, die meine Schreibleidenschaft teilt (Halleluja). Schreiben ohne Außenstörung, keine Verpflichtung, dem eigenen Rhythmus folgen. Kinder, Küche, Job – alles Außen vor. Der Kreativität frönen.

Abends sehen wir uns einen Film an. Secretary. James Spader (immer etwas schräg) und Maggie Gyllenhaal. Ein (dominanter) Mann (Anwalt) und eine (devote) Frau (seine Sekretärin). Beide haben eine, für die „normale“ (was ist normal?) Welt, ungewöhnliche Auffassung von Sexualität. Sie verheimlichen dies (am Anfang auch voreinander, quälen sich mit ihrer „dunklen“ Seite und halten sich für unwert geliebt zu werden). Zusammen könnten sie ihre Leidenschaft leben, wenn … ja, wenn sie über ihren Schatten springen könnten und sich ihre Liebe erlauben würden. Das Spiel beginnt.

Ich bin skeptisch. Das wäre nichts für mich, denke ich, weiß aber, während der Film läuft, dass sehen allein nicht ausreicht. Ich muss alles hinterfragen. Wissen sammeln, verstehen lernen. Warum tun sie, was sie tun? Warum sind sie so geworden? Was steckt dahinter? Ich drehe die Szenen hin und her. Versuche mir vorzustellen, wie sich das anfühlt: auf engstem Raum. Tag für Tag in einem Büro zusammengeschweißt durch die Arbeit. Leiden an der Krankheit Liebe.

Wieso? Warum geht es um eine junge Frau, die außer ihrem Leid nur eins wirklich gut kann: Tippen auf einer Schreibmaschine. Ist das Tippen auf der Maschine nur Mittel zum Zweck, damit sie Fehler macht, die er aufdeckt, um sie zu bestrafen. Eine legale Verfehlung, die sie begehen kann. Absichtlich Fehler einzubauen, um durch den Schmerz der Strafe Lust zu empfinden, die er sich im Gegenzug durch die Bestrafung verschafft.

Jedes Hinterfragen ist eine Prüfung meines Selbst. Wie weit würde ich gehen? Welche Hemmungen über Bord werfen, um Lust zu leben?

Meine Freundin liest noch. Es ist schon spät und ich bin eigentlich müde, aber meine Gedanken stehen nicht still. Das Karussell dreht sich immer schneller. Plötzlich kommen die ersten Worte, Sätze. Sie gefallen mir. Ich sehe die Situation vor mir. Das Büro. Ein paar spärliche Sonnenstrahlen, die durch halbgeschlossene Jalousien in den dunkel möblierten Raum fallen. Eine weiße Orchidee vor dem Fenster.

Wenn ich es nicht vergessen will, muss ich es aufschreiben. Ich stehe auf und hole mein Notizbuch. Meine Freundin grinst. „Na, wieder eine Idee?“ Ich nicke. „Du bist auf jeden Fall eine Schriftstellerin.“ Ich freue mich darüber. Ein größeres Lob kann es für mich nicht geben.

Niemand kann das verstehen, der dieses Fieber nicht selber kennengelernt hat. Der sich die Nächte um die Ohren schlägt, damit die Geschichte weiter geht. Der Seite für Seite schreibt und nicht weiß, ob das, was er produziert, jemals gelesen wird und trotzdem nicht aufhört zu schreiben.

Gedanken, die um einander kreisen, sich verschieben, biegen, schlängeln, reiben, anschmiegen, sich beißen. Szenen, Bilder, Töne, Gerüche, Licht, Farben, Orte, Namen, Erkenntnisse, Erinnerungen, Gefühle vermischen sich miteinander. Aus dieser Palette erstaunlichster Gegenstände (einer Aufschrift auf einem VW-Bus, einer Fahrt im Fahrstuhl, der Erwähnung eines keltischen Festes, dem Blick eines Menschen) werden Ideen geboren, erschaffen wir unsere Welten. Nichts reicht an dieses rauschhafte Gefühl heran. In meiner Schreibphase ist alles Real. Meine Personen, die Orte, die Gefühle … ich lebe die Geschichte, wie ein Schauspieler, der in eine Rolle schlüpft und die Person wird, die er darstellt. Ich weiß, dass ich niemals aufhören kann zu schreiben, gelesen oder ungelesen. Eine Weile meines Lebens ahnte ich nicht, dass es so sein würde. Heute gibt es keinen Weg zurück. Ich glaube nicht an Schicksal (oder Bestimmung). Jeder hat sein Leben (zum größten Teil) selbst in der Hand. Nur dieses eine Mal bin ich sicher: Es ist mein Schicksal Geschichten zu erzählen und nie damit aufzuhören.

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Leben

Das Leben fließt

Durch mich hindurch

Nein!

 

Das Leben hakt

Sich in mir fest

 

Zerreißt mich

Bläht mich auf

Schrumpft mich ein

 

Zerfaltet mich

Wie ein Gebirge

Zerknittert mich

Wie Altpapier

 

Ich bin so voll

Aufgebrochener Schwären

Ich bin so leer

Sinnlos ausgezehrt

 

Verrenkter Körper

Vernarbte Seele

Blutendes Herz

Offen jede Wunde

 

Ende

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Rosennacht

Heute will ich dir zu Liebe Rosen fühlen

Rosen fühlen dir zu Liebe

Dir zu Liebe heute lange lange nicht gefühlte Rosen fühlen

 

Alle Schalen sind gefüllt

Sie liegen in sich selber jede hundert Male

Wie von Talen ausgefüllte Tale

Liegen sie in sich und überwiegen

 

So unsäglich wie die Nacht

Überwiegen sie den Hingegebnen

Wie die Sterne über Ebnen

Überstürzen sie mit Pracht

Rosennacht Rosennacht

 

Der Text ist aus dem Rilke Projekt entlehnt, den Hannelore Elsner vorträgt. Wer Rilke Gedichte mag, dem sei diese Mischung aus wundervoller Musik, interesanten Stimmen und den genialen, herrlichen Gedichten von Rilke wärmstens empfohlen.

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Dieser atemlose Schmerz, der mein Herz zusammenpresst, mir die wildesten, schrecklichsten, schönsten Gedanken durch den Kopf jagt. Dieses hoffnungslose Sehnen, das mich jeden Tag, jede Stunde, jede Minute begleitet. Immer auf der Suche nach Erlösung und doch zu wissen, niemals werde ich Ruhe finden. Da ist noch was. Das kann nicht alles gewesen sein. Ein Kampf gegen Windmühlen, gegen den unsichtbaren Feind, der sich Schicksal schimpft.

Ich sehne mich nach Leidenschaft ohne Grenzen, einer Freiheit, die jede Wahl lässt. Ich habe sie nicht. Egal was andere sagen. Ich muss mich fügen, zufrieden sein und weiß, dass ich es nie sein werde. Meine Suche wird niemals zu Ende sein. Wie könnte sie? Träume sterben nie, auch wenn sie viele unerfüllbar sind, aber meine Fantasie hält sie am Leben.

Es gibt Momente, in denen ich einen Einblick in das Glück der Erfüllung werfen kann, aber nichts bleibt, wie es ist. Ich kann nicht stehen bleiben, das liegt nicht in meiner Natur. Ich kann mich nicht mit dem Alltäglichen zufriedengeben, auch wenn es mir teilweise das Hirn vernebelt und mich für einige Stunden taub und stumm werden lässt. Meine Gedanken lassen sich nicht fesseln, meine Geschichten sich nicht in Ketten legen.

Ich will nicht stumpf sein. Will fragen, auch wenn ich keine Antwort bekomme. Will wissen, auch wenn es niemand interessiert. Will erzählen, auch wenn nur einer zuhört.

Sehnsucht fühlen. Immer wieder den Schmerz in meiner Brust spüren, der mir sagt: Du lebst. Eines Tages werde ich mit meiner Sehnsucht sterben, wenn ich sie heute nicht mehr fühlen könnte, wäre ich schon tot.

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3.September 2010

Es ist offiziell. Mein erstes Buch ist da und ich darf von mir sagen, dass ich Schriftstellerin bin. Noch keine Anais Nin, aber das wäre auch zu viel … was die männlichen Schriftsteller betrifft, möchte ich mir da kein Vorbild nehmen, aber die Richtung gefällt mir schon.

Die Zeiten sind heute anders. Die literarischen Zirkel sind nicht mehr das, was sie früher waren. Auch bei mir ist es ja nicht mehr wie früher. Die gemeinsamen Schreibvormittage mit T. fehlen mir. Jemand zu finden, der das ersetzen könnte, ist nicht möglich. Die Situation zwischen war ohnehin eine Besondere.

Wir beide waren auf der Suche und das Schreiben war unser Mittelpunkt neben den Kindern. Die sind heute groß.

Es war einfach eine tolle Zeit, morgens auf der Terrasse oder in der Küche sitzen, schreiben. Mittags kocht einer und einer holt die Kids von der Schule ab. Gemeinsames Essen, Kaffeetrinken. So stellte ich mir eine Künstlerkolonie vor.

Ein großes Haus, jeder hat seine Wohnung und für alle gibt es auf einer Etage einen Atelierraum, zum Malen und Bildhauern, einen „Seminarraum“ in dem sich die Schreibgruppe trifft und in der Lesungen gemacht werden können. Eine Küche mit großer Essecke und eine Bibliothek. Dazu gibt es dann noch eine Art Schreibzimmer, das könnte mit der Bibliothek durch eine große Schiebetür verbunden sein. Dort stehen mehrere Tische, die man so hinschieben kann, wie man möchte und an denen man schreiben kann. Dazu könnte man spanische Wände aufstellen, um die Größe des Raums zu verändern. Außerdem gibt es eine Terrasse im mediterranen Stil. Wichtigster Gegenstand in der Küche, außer den üblichen Verdächtigen, ist eine supertolle Kaffeestation, die alles kann.

Zeit für Erinnerungen. Damals … aber manchmal will ich mich nicht erinnern. Mit den schönen Dingen brechen auch wieder die unschönen hervor, und wer will das schon?!

Die Zeit hat uns in alle Winde zerstreut und nun? Die Kinder laufen uns mit Riesenschritten davon und wir können nur zusehen.

Der Himmel ist blau, ein schöner Herbsttag. Eine warme sanfte Sonne scheint auf uns herunter und lässt vergessen, dass es kühler ist, als gedacht. Die Farben des Sonnenlichts im Lauf des Jahres zu beobachten ist faszinierend. Und auch wenn es immer derselbe Blick aus dem Fenster ist, sieht es doch anders aus.

Ich frage mich immer, wann ich anfing zu schreiben. Ich erinnere mich an eine Geschichte, die ich schrieb, da war ich vielleicht acht oder neun. Sie handelte von einem Spatz, der sich verletzt hatte. Und ich, mein Alterego, pflegte ihn gesund. Also das war die erste, mir heute noch im Gedächtnis haftende, Erinnerung, an eine Geschichte, die ich aufgeschrieben habe.

Aber Geschichten habe ich mir schon früher ausgedacht. Ich weiß, dass ich Bücher geliebt habe, sie sind meine wichtigste Erinnerung an meine jüngste Kinderzeit, was Spielzeug betrifft, noch vor Lego und Puppen … . Aber als unsere Familie auseinanderbrach (ich war sieben), habe ich angefangen jeden Abend, an dem ich nicht einschlafen konnte, Geschichten auszudenken. Nur für mich allein. Dieses Ausdenken gibt es heute noch. Wenn ich nicht einschlafen kann, weil ich über Dinge sinniere, die ich sowieso nicht ändern kann, dann mache ich einen Schnitt und versetze mich an einen anderen Ort und denke mir etwas aus. Eine Art Meditation, auch wenn ich selten an denselben Ort gehe.

Vor mir steht eine Schale Feigen. Es reizt mich sie zu essen, aber auch eine Geschichte über sie zu schreiben. Jazz im Hintergrund, eine entspannte Stimmung, eigentlich nicht der Tag um eine harte Fantasystory zu schreiben, aber vielleicht auch gerade deswegen.

Der Herbst versetzt mich immer in melancholische Stimmung. Wieder ein Jahr, das auf das Ende zusteuert(im Supermarkt gibt es Lebkuchen??? Sind die verrückt?). Zeit, die „verloren“ ist. Obwohl ich dieses Jahr einiges erreicht habe. Aurelia, Feigenblatt und Lilith ist inzwischen recht weit gediehen. Der Schreibkurs macht Spaß und bis jetzt kommen alle noch gerne (hoffentlich weiterhin).

Dann steht ein Besuch Hanni an, auf den ich mich sehr freue. Die Buchmesse, ein Besuch zu Hause und dann im Dezember endlich meine Weiterbildung. Das hört sich alles so weit an, aber in Wirklichkeit rast die Zeit dahin.

Schriftsteller sein ist super. Endlich diese Bezeichnung offiziell zu tragen ist toll. Ich spüre zwar einen gewissen Druck, aber das schadet mir nicht. Für mich ist es wichtig Ziele zusetzen. Aber eins stelle ich auch immer wieder fest, ich lebe oft in meiner Fantasiewelt. Zwangsläufig. Immerhin ist es das, wovon der Autor lebt, womit er sein Geld verdient, wenn es gut läuft. Diese Gratwanderung zwischen Fantasie und Realität, zwischen Wunsch und dem, was man haben kann und was nur unseren Gedanken entspringt, ist schwierig. Ich muss mir immer wieder sagen, das ist nicht echt! Das ist dein Traum, dein Wunsch und in der Geschichte kann ich sie wahr machen. Nicht in der Wirklichkeit. Solange ich mir darüber im Klaren bin, wird es schon klappen, nehme ich an?!

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Zu erkennen wer ich bin und nicht nur zu wissen, wer ich sein möchte, das ist die Herausforderung. Zu erkennen, welche dunklen Anteile meine Seele enthält und nicht alles im Sonnenschein zu sehen, auch wenn es sicher ein guter Weg ist, die hellen Dinge zu denken und dadurch anzuziehen.

Trotzdem muss ich auch die Leere, die Öde aushalten, ohne gleich an mir zu Zweifeln oder wilde Pläne zu entwerfen, wie ich die Leere möglichst schnell füllen kann. Schmerz auszuhalten und hinzusehen, woher er kommt. Den Druck von mir zu nehmen, wenn die Idee ruht, um sich an anderer Stelle zu erheben und genug Disziplin aufzubringen den Weg der Idee zu Ende zu gehen und nicht zwischendurch abzubrechen, nur weil sie in meinem Kopf schon „ausgeführt“ wurde.

Erkennen, dass ich nicht brav, konform, leistend, gebend sein muss, um geliebt zu werden. Sondern das ich auch böse, anarchisch, egoistisch sein darf und man mich auch so liebt. Wenn nicht, auch egal. Niemand muss mich lieben. Das Traurige, Dunkle, Deprimierende muss genauso gelebt werden, wie das Helle, Schöne und Gute. Ich bin, die ich bin! Nicht die, die ich sein soll.

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